Gesamtnote "Gut": Große Bürgerumfrage zum Wohnen, Einkommen, Kriminalität

Dresden - Die Ergebnisse der jüngsten Kommunalen Bürgerumfrage in Dresden vom März 2018 sind da: Die gute Nachricht: Die Dresdner sind im allgemeinen zufrieden und schätzen ihre persönliche wirtschaftliche Lage - 2200 Euro durchschnittliches Nettoeinkommen pro Monat - überwiegend als gut und sehr gut ein.

Die Dresdner sind mit ihrer Stadt zufrieden.
Die Dresdner sind mit ihrer Stadt zufrieden.  © 123RF

Doch: Beim Thema Miete gehen Meinungen und Möglichkeiten auseinander. Außerdem machen immer weniger Bürger bei der sechzehnseitigen Umfrage mit.

Zufriedener als bei der letzten Umfrage von 2016 sind die Dresdner zwar nicht geworden, aber doch fast gleichbleibend: Sie geben ihrer Stadt die Gesamtnote 2,0 in der Skala 1(beste Note) bis 5 (2016: 1,9).

Das Sicherheitsgefühl in der Stadt hat sich dabei leicht verbessert auf die Note 2,4 (2016; 2,5). Als einen "beruhigenden Aspekt" bezeichnet Holger Oertel von der Kommunalen Statistikstelle, dass die Kosten fürs Wohnung nur minimal auf 28 Prozent gestiegen sind.

Im Klartext: Nur gut ein Viertel des verfügbaren Einkommens geht fürs Wohnen draus. Allerdings: Die armutsgefährdeten Dresdner (etwa 15 Prozent der Haushalte) müssen 44 Prozent ihres (kleineren) Budgets für ihre Bleibe locker machen.

Abstimm-Müdigkeit in Dresden

Umfragen mögen die Dresdner immer weniger.
Umfragen mögen die Dresdner immer weniger.  © 123RF

Insgesamt sind die Mieten in den letzten zwei Jahren um 7,9 Prozent gestiegen. Wohl auch ein Grund, weshalb die Zufriedenheit mit der Verfügbarkeit des bezahlbaren Wohnraums in begehrten Stadtteilen nicht besonders hoch ist: Spitzenreiter ist die Neustadt mit 76 Prozent Unzufriedenen.

Doch nicht nur Mieten werden von 25 Prozent als "größtes Problem" eingeschätzt (2016: 13 Prozent). Für immer noch 19 Prozent ist das PEGIDA (2016: Prozent).

Der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (52) bezeichnet die Kommunale Bürgerumfrage (2018 zum zwölften Mal seit 1993) als "wichtigen Beitrag für fundierte Planungen und Entscheidungen durch Politik und Verwaltung."

Das Problem: Gerade einmal 30,9 Prozent betrug der Rücklauf bei 13.000 Fragebögen (3989 Antworten). 2012 nahmen noch 43,7 Prozent teil.

Gegen die Abstimm-Müdigkeit gibt's auch schon einen Plan: "Wahrscheinlich werden wir den Fragebogen in Zukunft verschlanken", so Holger Oertel.

Bürgermeister Detlef Sittel (52) mit dem Team der Kommunalen Statistikstelle.
Bürgermeister Detlef Sittel (52) mit dem Team der Kommunalen Statistikstelle.  © Petra Hornig

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