Gewerbeflächen verzweifelt gesucht! Immer mehr Firmen wollen nach Dresden

Der Chef der Wirtschaftsförderung, Dr. Robert Franke (40), zeigt die Pläne für das neue Gewerbegebiet in Flughafennähe.
Der Chef der Wirtschaftsförderung, Dr. Robert Franke (40), zeigt die Pläne für das neue Gewerbegebiet in Flughafennähe.  © Thomas Türpe

Dresden - Dresden boomt, immer mehr Firmen wollen in die Landeshauptstadt. Doch vor Ort finden sie kaum freie Flächen. Bestes Beispiel: das neue Gewerbegebiet am Flughafen. Obwohl gerade erst fertig, gibt es bereits so viele Interessenten wie Flächen.

3,5 Millionen Euro hat das 5,5 Hektar (acht Fußballfelder) große Gewerbegebiet Rähnitzsteig gekostet. Seit Sommer 2016 wurde gebaut, eine neue Straße zum Flughafenzubringer (Hermann-Reichelt-Straße) ist entstanden, Bäume wurden gefällt, Käfer umgesiedelt.

Am Mittwoch wurde der Bau abgeschlossen - fast schon zu spät für Dutzende Unternehmen, die mit den Hufen scharren. "Es ist ordentlich Dampf auf dem Kessel. Von 140 Hektar kommunaler Gewerbeflächen sind nur noch zehn Hektar frei", sagt der Chef der Dresdner Wirtschaftsförderung, Dr. Robert Franke (40).

In Dresden werden demnächst 30 Hektar Freifläche benötigt

Vor Ort sind Baggerfahrer mit letzten Restarbeiten beschäftigt.
Vor Ort sind Baggerfahrer mit letzten Restarbeiten beschäftigt.  © Thomas Türpe

Viel zu wenig für eine Stadt wie Dresden. "Eine neue große Firma - und fünf weitere Hektar sind vergeben. Wir brauchen perspektivisch bis zu 30 Hektar an freien Flächen", so Franke weiter. Bestes Beispiel: Für das neue Gewerbegebiet am Flughafen gibt es schon 25 "Bedarfsanzeigen". Es ist damit de facto voll belegt.

Mehr noch: Dresden kann nicht für jedes Unternehmen, das sich hier ansiedeln will, passende Flächen bieten. So hat sich zuletzt Fahrrad XXL dafür entschieden, ein neues Zentrallager außerhalb der Stadt zu bauen. Vor Jahren drohte der Verpackungsspezialist Pactec abzuwandern.

"Es gibt Firmen, die keine Flächen finden. Das ärgert uns, weil wir damit auf Potenziale verzichten. Im Gegenzug gelingen uns aber auch große internationale Ansiedlungen", so Franke weiter.

Dresden plant daher weitere Gewerbeflächen. Wichtiger Meilenstein ist dabei der Wissenschaftsstandort Ost mit 40 Hektar.


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