Globalfoundries: Erst Jobabbau - jetzt Milliarden-Investition

Erhöhte Nachfrage: Der Dresdner GF-Boss Rutger Wijburg (54) will die 
Produktionskapazitäten für Chips deutlich erhöhen.
Erhöhte Nachfrage: Der Dresdner GF-Boss Rutger Wijburg (54) will die Produktionskapazitäten für Chips deutlich erhöhen.  © Eric Münch

Dresden - Erst Jobabbau, jetzt wieder positive Nachrichten: Der Chip-Riese Globalfoundries (GF) will mehr als 1,5 Milliarden Euro in seinen Dresdner Standort investieren. Viele neue Jobs sind aber nicht geplant.

„Mit einem großen Investitionsprogramm wollen wir bis 2020 unsere Produktionskapazität um 40 Prozent auf rund eine Million Wafer pro Jahr erhöhen“, so der Dresdner GF-Boss Rutger Wijburg (54). Grund: Erhöhte Kundennachfrage. Globalfoundries setzt dabei auch auf Fördermittel.

Damit werde es möglich sein, die neue 22-FDX-Stromspartechnologie am Weltmarkt zu platzieren, so Wijburg. Mit 22 FDX will GF günstigere Chips für die Industrie 4.0 und das Internet der Dinge herstellen.

2015 hatte GF noch angekündigt, 800 der damals 3700 Jobs abzubauen. Die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen belaufe sich nun aber auf einen „niedrigen zweistelligen Bereich“, so ein Sprecher.

Er verwies auf die Zyklen der Halbleiterbranche. Die meisten Stellen seien durch Altersabgänge oder Jobwechsel abgebaut worden. Derzeit hat GF in Dresden 3400 Mitarbeiter.





Nach mageren Zeiten will Globalfoundries seinen Dresdner Standort stärken und 
dafür kräftig investieren.
Nach mageren Zeiten will Globalfoundries seinen Dresdner Standort stärken und dafür kräftig investieren.  © DPA

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