Frauenpower gegen Grenzkriminalität: Sie macht jetzt Ostsachsen sicher

Görlitz/Dresden - In der Oberlausitz regt sich der Unmut: Zwar ist die Kriminalität an der Grenze so niedrig wie seit 2009 nicht mehr. Trotzdem wird besonders in Görlitz oft gestohlen und eingebrochen.

Susanne Heise (38) soll mit der Soko "Argus" die Grenze im Blick behalten.
Susanne Heise (38) soll mit der Soko "Argus" die Grenze im Blick behalten.  © Norbert Neumann

Verhindern soll das jetzt eine Frau: Polizeirätin Susanne Heise (38) führt seit dem gestrigen Mittwoch die neu aufgestellte Soko "Argus". Diese soll frühzeitig die Strukturen grenzüberschreitender Kriminalität erkennen und dann zuschlagen.

Im Jahr 2018 kam es in den Gemeinden zur tschechischen Grenze durchschnittlich zu 3741 Straftaten pro 100.000 Einwohner, an der Grenze zu Polen waren es schon 10.448, nochmal mehr sind es in Görlitz: Hier verzeichnet die Statistik 12.256 Kriminalfälle.

Dass es noch weniger wird, soll jetzt Susanne Heise und ihre 59-köpfige Soko bewerkstelligen.

Eine Doppelstrategie soll den Kriminellen das Handwerk legen: So wird sich ein Teil der Soko mit Auswertung und Ermittlungen quasi am Schreibtisch kümmern. Auf der anderen Seite wurden mobile Fahndungseinheiten aufgebaut, die schnell auf der Straße zuschlagen können.

Auf politischer Seite soll ein kriminalpräventiver Rat die Zusammenarbeit der Stadt mit der Polizei verbessern. "Unsere Sicherheitsmaßnahmen für Görlitz und die Oberlausitz setzen gezielt auf einen vernetzten Ansatz", sagt Innenminister Roland Wöller (49, CDU).

"Einerseits kann die Kommune mit Unterstützung der Polizei die Kriminalprävention weiter ausbauen. Auf der anderen Seite wird die neue Sonderkommission ein effektiver Baustein im Sicherheitsgefüge für Görlitz, aber auch für die anderen Grenzgemeinden entlang der Neiße werden."

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (52, CDU, l.) und Innenminister Roland Wöller (49, CDU) hoffen, dass die Neißestadt jetzt sicherer wird.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (52, CDU, l.) und Innenminister Roland Wöller (49, CDU) hoffen, dass die Neißestadt jetzt sicherer wird.  © Norbert Neumann

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