Rathaus trommelt, damit Dresden die Freiwilligen nicht ausgehen

Dresden - Die Kameraden zweier Stadtteilfeuerwehren können sich über neue Fahrzeuge freuen - was aber noch fehlt, ist Nachwuchs. Mit 270 City-Light-Plakaten will die Stadt jetzt gegen den drohenden Personalmangel vorgehen.

Uwe Gasch (46), Philipp Dittlof (19) mit Kampagnen-Plakat, daneben Tim Lommatzsch (16), Laura Hoyk (13) und Henry Lommatzsch (13) von der Jugendfeuerwehr Gompitz und Gruppenführer Kay Lommatzsch (41, v.l.).
Uwe Gasch (46), Philipp Dittlof (19) mit Kampagnen-Plakat, daneben Tim Lommatzsch (16), Laura Hoyk (13) und Henry Lommatzsch (13) von der Jugendfeuerwehr Gompitz und Gruppenführer Kay Lommatzsch (41, v.l.).  © Norbert Neumann

Kay Lommatzsch (41) ist eigentlich Großhandelskaufmann, arbeitet im Außendienst. Seit 23 Jahren ist er zudem bei der Freiwilligen Feuerwehr Gompitz.

So wie zuvor schon sein Vater und sogar sein Opa. Im vergangenen Jahr rückte der Gruppenführer mit seinen Kameraden zu mehr als 20 Einsätzen aus. Zuletzt um sich um einen verunfallten Biker bei den "Harley Days" zu kümmern.

Schon bald ist auch sein ältester Sohn Tim (16) bei den Einsätzen dabei. Vorher muss der aber noch einen Lehrgang zum "Truppmann" absolvieren. Wie sein Vater trat auch Tim mit neun Jahren der Jugendfeuerwehr bei. "Das ist bei uns Familientradition", so der Schüler.

Gruppenführer Lommatzsch ist einer von insgesamt 625 aktiven Kameraden in den 21 Stadtteilwehren.

"Davon werden etwa 30 Kameraden in den nächsten fünf Jahren in die Alters- und Ehrenabteilung wechseln und mehr als 40 in den nächsten zehn Jahren", erläutert Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (52, CDU) die Personalsituation. Mit der Kampagne "112 - Sei dabei" und 270 Plakaten will die Stadt bis Ende August für das Ehrenamt werben.

"Wichtig ist, dass wir die Bedingungen für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren verbessern beziehungsweise auf aktuellem Stand halten", so Sittel. Gestern konnten die Kameraden aus Gompitz und Kaitz daher die Schlüssel für zwei neue Mannschaftswagen entgegennehmen. Die Kosten pro Fahrzeug liegen bei 54.000 Euro.

Kameraden der Stadtteilfeuerwehren Kaitz und Gompitz haben gestern an der Rettungswache Altstadt zwei neue Mannschaftstransportwagen entgegengenommen.
Kameraden der Stadtteilfeuerwehren Kaitz und Gompitz haben gestern an der Rettungswache Altstadt zwei neue Mannschaftstransportwagen entgegengenommen.  © Norbert Neumann
Philipp Dittloff (19) belädt schon mal eines der neuen Fahrzeuge.
Philipp Dittloff (19) belädt schon mal eines der neuen Fahrzeuge.  © Norbert Neumann

Titelfoto: Norbert Neumann

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