Dresden: Bundespolizei stürmt Wohnungen und Keller einer Graffiti-Bande!

Dresden - Der Bundespolizei gelang in Dresden am Mittwochmorgen um 6 Uhr ein entscheidender Schlag gegen eine Graffiti-Sprayerbande! 40 Beamte stürmten um 6 Uhr vier Wohnungen und einen Keller und beschlagnahmten Beweismaterial.

Unter anderem diesen Zug besprühten die Täter.
Unter anderem diesen Zug besprühten die Täter.  © Bundespolizei

Sie fanden Computer, Smartphones, Tablets, aber auch zwei Sturmhauben und Handschuhe, die beim Sprühen verwendet werden.

In zwei der Wohnungen leben jeweils die beiden hauptbeschuldigten Dresdner (31,23), in zwei weiteren hielten sie sich öfters auf, wie Bundespolizeisprecher Holger Uhlitzsch (39) bestätigt.

Doch die beiden sind nicht allein: Die Staatsanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen acht Beschuldigte (23, 23, 24, 25, 25, 26, 29 und 31 Jahre alt) wegen Sachbeschädigung. Sie sollen in insgesamt 78 Fällen überwiegend im Stadtgebiet von Dresden unerlaubt großflächig Graffiti an Eisenbahnwaggons gesprüht und damit einen Gesamtschaden von etwa 220.000 Euro verursacht haben.

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"Geschädigt wurden hauptsächlich regionale Bahnverkehrsunternehmen wie die Deutsche Bahn AG, die ehemalige Städtebahn Sachsen, die Transdev Mitteldeutschland GmbH, die ITL Eisenbahngesellschaft mbH sowie die DB Cargo AG", so Staatsanwalt Jürgen Schmidt (44).

Ihr Unwesen treiben die Sprüher mindestens seit 2017. Da waren sie auf frischer Tat ertappt worden. Unter Hochdruck ermittelten die Beamten seit Anfang 2019. "Das nahm einige Zeit in Anspruch", so Bundespolizeisprecher Holger Uhlitzsch.

"Wir gehen davon aus, dass die Beschuldigten mit empfindlichen Strafen rechnen müssen." Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Beschuldigten sind indes weiterhin auf freiem Fuß.

Auch auf den Wagen hatte es die Graffiti-Bande abgesehen.
Auch auf den Wagen hatte es die Graffiti-Bande abgesehen.  © Bundespolizei

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