Dresdner wollen grillen: Aber wo und wie?

Dresden - Wenn die Nebelschwaden langsam über den Dresdner Alaunplatz wabern, dann wissen wir, es ist Sommer! Und das heißt: Grillsaison!

Fleischermeister Jürgen Müller (63,l.) und Stefan Müller (37) wissen, worauf es beim perfekten Steak ankommt.
Fleischermeister Jürgen Müller (63,l.) und Stefan Müller (37) wissen, worauf es beim perfekten Steak ankommt.  © Christian Juppe

Was gibt es Besseres, als einen lauen Sommerabend mit Freunden im Park, bei kühlem Bier und einem guten Steak auf dem Grill ausklingen zu lassen? Aber wo ist öffentliches Grillen erlaubt? Und was kommt bei den Dresdnern eigentlich am liebsten auf den Rost?

Was öffentliche Grillplätze angeht, da hat das Dresdner Ordnungsamt ganz klare Spielregeln. Denn:

Nicht überall im Stadtgebiet ist Open-Air-Barbecue erlaubt. Auf den zugelassenen Plätzen, die auch mit einem Schild gekennzeichnet sind, darf man gebührenfrei und ohne Anmeldung mit dem eigenen Grill brutzeln. Zum Beispiel am Beachvolleyballplatz Nöthnitzer Straße oder in der Grünanlage am Rudolf–Bergander-Ring in Prohlis.

Weil Grillen ja mit Feuer zu tun hat, darf zum Beispiel am Elbufer nur an gepflasterten, asphaltierten oder betonierten Flächen gegrillt werden. Wer sich nicht dran hält, dem droht ein Bußgeld von mindestens 20 Euro.

Dresdner werfen gerne Ausgefallenes auf den Grill

Egal ob Kugelgrill oder die erstklassige Edelstahl-Variante: Hauptsache, das Fleisch bleibt saftig.
Egal ob Kugelgrill oder die erstklassige Edelstahl-Variante: Hauptsache, das Fleisch bleibt saftig.  © Christian Juppe

Was das Grillgut angeht, kann man Jürgen Müller (63), Chef von Feinkost Müller am Weißen Hirsch, nichts vormachen. Der Fleisch-Sommelier kennt sich aus, wenn's um die (Brat)Wurst geht.

Seine Devise lautet: "Normal ist langweilig." Aus seiner Erfahrung weiß er, dass die Dresdner gerne auch mal Ausgefallenes auf den Rost werfen.

"Im Trend ist das Flat Iron Steak, das sogenannte Bügeleisen-Steak vom heimischen Rind", weiß Müller.

Nach wie vor beliebt sind die altbekannten Kammscheiben. Aber: "Ein richtig zartes Stück ist der Nierenzapfen, der bei den Franzosen als Onglet bekannt und beliebt ist.

Der hat auch bei uns viele Liebhaber." Die beliebtesten Bratwürste sind übrigens die Majoran-Wurst und die thailändische mit Ingwer und Chili verfeinerte Bratwurst. Da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen!

Und wer sich jetzt noch immer unsicher ist, wo denn nun gebrutzelt werden darf: Im Themenstadtplan Dresden sind sowohl die Grillplätze als auch Lagerfeuerstellen genauestens eingezeichnet.

Der perfekte Sommerabend an der Elbe: Gerold (46), Hana (28), René (35) und Ronny (40) grillen unterm Rosengarten.
Der perfekte Sommerabend an der Elbe: Gerold (46), Hana (28), René (35) und Ronny (40) grillen unterm Rosengarten.  © Norbert Neumann
An der Elbe sowie im Stadtgebiet hat die Stadt öffentliche Grillplätze eingerichtet.
An der Elbe sowie im Stadtgebiet hat die Stadt öffentliche Grillplätze eingerichtet.  © Christian Juppe

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