Dramatischer Appell: Lasst eure kranken Kinder zu Hause

Per Gesetz klar geregelt: Ein Kind darf nach einer überstandenen ansteckenden Infektionskrankheit erst dann die Einrichtung wieder besuchen, wenn der Arzt eine Unbedenklichkeit bestätigt hat.
Per Gesetz klar geregelt: Ein Kind darf nach einer überstandenen ansteckenden Infektionskrankheit erst dann die Einrichtung wieder besuchen, wenn der Arzt eine Unbedenklichkeit bestätigt hat.  © DPA

Sachsen - Die Influenza-Epidemie hält weiter an. Trotz Ferien nahm die Zahl der gemeldeten Grippe-Erkrankungen im Freistaat im Vergleich zur Vorwoche noch einmal zu. Vorm Schulbeginn gibt es Appelle an die Eltern.

In dieser Grippe-Saison wurden bislang in Sachsen 12.810 Influenza-Fälle (darunter neun Todesfälle) registriert. Die Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen ist aktuell besonders betroffen (29 Prozent der Erkrankten), berichtet das Sozialministerium.

Mit Sorge schauen die Experten in die kommende Woche, denn morgen beginnt das zweite Schulhalbjahr. Alle wissen: In Schulen und Kindertageseinrichtungen herrscht eine extrem hohe Ansteckungsgefahr.

Bislang gibt es nur in wenigen Kitas Influenza-Häufungen. Das kann sich aber dramatisch ändern, wenn infizierte Knirpse in die Kita oder zur Schule geschickt werden.

"Im Interesse der eigenen, aber auch anderer Kinder und unserer Mitarbeiter wünschen wir uns, dass die Eltern auch weiterhin verantwortungsvoll mit den Erkrankungen ihrer Kinder umgehen", erklärt darum eine Sprecherin des Dresdner Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen.

Der Chef des Paritätischen Sachsen, Michael Richter (41), will sensibilisieren und ergänzt: "Fast alle Kitas betreuen heute auch Integrativ-Kinder." Und für manche von denen, zum Beispiel Stoffwechsel-Kranke, stelle die Grippe eine tödliche Gefahr dar.

Fieber! Kinder, die darunter leiden, dürfen nicht in die Kita gebracht werden.
Fieber! Kinder, die darunter leiden, dürfen nicht in die Kita gebracht werden.  © Imago

Titelfoto: imago/dpa


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