"MOPO Cabrio Rallye": Diese traumhaften Schlitten sind dabei

Denver-Clan auf sächsisch: Klaus -Dieter Schulze (72) in seinem Chevrolet 
Baujahr 1973.
Denver-Clan auf sächsisch: Klaus -Dieter Schulze (72) in seinem Chevrolet Baujahr 1973.  © Norbert Neumann

Dresden - Auf Hochglanz poliert & oben ohne - so gehen am 10. Juni mehr als hundert Fahrzeuge bei der großen „MOPO Cabrio Rallye“ an den Start.

Nagelneue Cabriolets bis hin zu legendären Oldtimern fahren auf einer traumhaften Tagesroute durch Sachsen. Mit dabei sind auch diese drei außergewöhnlichen Schlitten.

PS: Noch gibt es wenige Restplätze für das Rennen zu vergeben. Kurzfristige Anmeldungen sind nur noch bis Sonntag möglich: mopo-cabrio-rallye.de

Der Wartburg aus Dresden

Thomas Schönberg (60) winkt aus seinem schnittigen Wartburg 313/1 Sport.
Thomas Schönberg (60) winkt aus seinem schnittigen Wartburg 313/1 Sport.  © Steffen Füssel

„Der Schönste im ganzen Land“ - so wurde der Wartburg 313/1 Sport gelobt. Nur 469 Wagen wurden von 1957 bis 1960 im Automobilwerk Eisenach und im Karosseriewerk Dresden gebaut.

Der Dresdner Thomas Schönberg (60) besitzt einen der Dreizylinder-Zweitaktmotoren, Baujahr 1958. „In Himmelblau“, darauf ist Schönberg stolz, „denn die meisten Wagen wurden in Rot und Elfenbeinweiß lackiert.“ Statt damals üblicher 37 PS hat der 313er-Sport 50 PS unter der Haube und bringt es damit auf Tempo 140.

Schönberg weiß noch viel mehr über sein Auto. Nicht nur, dass der Wartburg in den Westen - sogar in die USA - exportiert wurde. Der staatliche Autohandel der DDR schaltete sogar Werbeanzeigen im „Playboy“! Wer in der DDR etwas auf sich hielt und genügend Kohle hatte, fuhr diesen Wartburg. Sein stolzer Preis: 19.800 DDR-Mark - in den USA knapp 3000 Dollar.

Als Alternative zum Hardtop gab es ein Stoffverdeck - zum Aufpreis von 750 DDR-Mark. Noch mehr kann Schönbergs Beifahrer erzählen: Autobuch-Autor Michael Schubert.

Der Chevy des Diplomaten

Standesgemäß fährt Klaus-Dieter Schulze (72) seinen Amischlitten mit 
Cowboyhut.
Standesgemäß fährt Klaus-Dieter Schulze (72) seinen Amischlitten mit Cowboyhut.

Der Chevrolet Caprice-Classic Baujahr 1973 rollt aus Nossen zur Ausfahrt an. Hinterm Lenkrad des Achtzylinders: Klaus-Dieter Schulze (72), Ex-Testfahrer bei Reifenhersteller Pneumant in Riesa und aktiver Motorsportler.

Aber: Bei einer Cabrio-Rallye ist er noch nie mitgefahren: „Das ist meine Premiere.“ Sein Chevy dagegen fuhr schon in diplomatischen Kreisen.

„Das Fahrzeug wurde im Mai 1973 vom deutschen Honorarkonsul in Agadir gekauft und sofort von New York nach Marokko verschifft. Dort fuhr es zwölf Jahre, danach überführte die Tochter des Konsuls das Cabrio nach Deutschland.“

Die Ausfahrt in Gold-Metallic

Der Triumph Spitfire, Baujahr 1980, ist der ganze Stolz von René Seifert 
(44).
Der Triumph Spitfire, Baujahr 1980, ist der ganze Stolz von René Seifert (44).  © Norbert Neumann

Er wird für die Ausfahrt im Wilsdruffer Mobilforum Classic noch extra schön gemacht: „Das ist doch Ehrensache“, sagt Fahrer René Seifert (44). Für den Dresdner Unternehmer (Internet-Kräuter-Handel) ist es die erste Rallye in seinem „Triumph Spitfire“ Baujahr 1980.

Das Cabrio des britischen Automobilherstellers Triumph gehört zu den letzten seiner Art - er wurde nur bis 1980 produziert, seit 1962 in verschiedenen Ausführungen. Erst vor einem Jahr hat sich René Seifert sein Schmuckstück in Gold-Metallic gekauft.

„Ich bin bei einer Rallye als Beifahrer mitgefahren - danach wollte ich mit einem eigenen Cabrio teilnehmen.“


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