Teufelsdroge Crystal: Immer mehr Säuglinge in Sachsen geschädigt

Die Teufelsdroge Crystal ist in Sachsen besonders verbreitet. Das liegt auch an der Nähe zu Tschechien.
Die Teufelsdroge Crystal ist in Sachsen besonders verbreitet. Das liegt auch an der Nähe zu Tschechien.  © dpa/David-Wolfgang Ebene

Dresden - In der Crystal-Hochburg Sachsen gibt es immer mehr Neugeborene, die durch den Drogenkonsum ihrer Mütter geschädigt sind. Waren es 2010 noch 37 Babys, meldeten die Kliniken im Jahr 2016 bereits fünf Mal so viele. Das teilte Sozialministerin Barbara Klepsch (52, CDU) auf Anfrage der Grünen mit.

Seit 2014 werden jährlich etwa 4800 Crystal-Abhängige in den Suchtberatungsstellen betreut. Gleichzeitig geht aber die Zahl der Crystal-Delikte deutlich zurück: Allein von 2015 auf 2016 um 12 Prozent, so die Ministerin. Grünen-Fraktions-Chef Volkmar Zschocke (49) führt dies auf mangelnden Ermittlungsdruck zurück.

Die Ministerin räumte ein, dass die Zahl bekannt gewordener Fälle Ausdruck der Kontrollintensität seien. Zschocke: "Die Polizei verfügt nicht über eine ausreichende personelle und technische Ausstattung zur Crystal-Bekämpfung."


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