Mega-Kopfgeld nach Raub im Grünen Gewölbe ausgesetzt

Dresden - Nach dem Kunst-Raub im Grünen Gewölbe zu Wochenbeginn befinden sich die Täter immer noch auf der Flucht. Damit sich das bald schon ändert, wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden eine satte Belohnung ausgesetzt.

Polizisten verlassen das Residenzschloss.
Polizisten verlassen das Residenzschloss.  © DPA / Robert Michael

Hinweise, die zur Aufklärung des Einbruchdiebstahls, zur Ergreifung des Diebesguts oder dem Auffinden der Täter führen, werden mit 500.000 Euro belohnt.

"Mit der Auslobung von einer halben Million Euro für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, die am Montag in das Grüne Gewölbe in Dresden einbrachen, unternehmen die Ermittlungsbehörden einen weiteren wichtigen Schritt, den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat und allen interessierten Besucherinnen und Besuchern des Grünen Gewölbes die gestohlenen Stücke des Staatsschatzes zurückzubringen und die Täter zu fassen. Wir wer-den nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen", begründeten Landespolzeipräsident Horst Kretzschmar und der Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp diesen Schritt.

Zudem wurde die "Sonderkommission Epaulette", die den Juwelen-Raub aufklären will, auf 40 Personen aufgestockt.

Neue Spuren am Terrassenufer?

Beamte am Terrassenufer.
Beamte am Terrassenufer.  © TAG24

Am Donnerstagnachmittag rückte erneut die Spurensicherung aus.

Beamte untersuchten das Terrassenufer. Auf Höhe des Schlossplatzes und Theaterplatzes waren mehrere Beamte im Einsatz.

Unter anderem dokumentierten die Ermittler ein lila-farbenes Tüchlein, das auf dem Gehweg lag. Sie fotografierten es und tüteten es anschließen in einen Plastikbeutel ein.

Über 200 Menschen hatten sich bei der Polizei gemeldet mit Hinweisen auf Täter oder Tathergang. Nun ist es eine Mammut-Aufgabe, allen Hinweisen nachzugehen.

Dem Soko-Chef Olaf Richter (51) zufolge ist aber (noch) keine "heiße Spur" unter den Hinweisen.

Fenster-Gitter ist wieder geschlossen

Das Gitter wurde gestern vorläufig zugeschweißt.
Das Gitter wurde gestern vorläufig zugeschweißt.  © Holm Helis

Die Spurensicherung ist abgeschlossen, der äußere Zustand wieder hergestellt: Knapp drei Tage nach dem Raub aus dem Grünen Gewölbe ist das zerstörte Fenstergitter repariert.

Gestern Vormittag schweißten Spezialisten neue Eisen-Streben an das Gitter.

Der Fensterflügel dahinter war von den Dieben am Montag kurz vor 5 Uhr aufgestemmt worden. Zuvor hatten sie auf noch unbekannte Art und Weise mehrere Rauten aus dem historischen Gitter entfernt und waren hindurchgeschlüpft.

Über denselben Weg türmten sie wenige Minuten später auch wieder.

Die Stelle im Erdgeschoss war perfekt gewählt: An dieser Ecke der Fassade befindet sich nicht nur die schmalste Stelle des Schlossgartens. Eine Sandsteinmauer (etwa zwei Meter lang und zwei Meter hoch) schirmt das Fenster ganz links von drei Seiten ab!

Darüber hinaus steht gleich vor der Mauer eine moderne hohe Leuchtvitrine für Werbung ... alles in allem ideale "Arbeitsbedingungen". Zu allem Überfluss laden neben der Mauer Simse förmlich zum Drüberklettern ein, rechts am Zaun stört ein Baum die Sicht von der Straße.

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