Juwelenraub vom Grünen Gewölbe: Kunst-Experte findet Belohnung "lächerlich"

Dresden - Wie viel Geld muss man lockermachen, um Juwelenräuber zu verführen? Ein Kunstmäzen hatte vergangene Woche 1,3 Millionen Euro Belohnung ausgelobt, wenn Sachsens Schätze zurück ins "Grüne Gewölbe" kommen. Doch Kunstmarktdetektiv Willi Korte (65) hält es für ein Wunder, wenn die Einbrecher darauf eingehen würden.

Polizisten vor dem Dresdner Residenzschloss, wo Ende November eingebrochen wurde.
Polizisten vor dem Dresdner Residenzschloss, wo Ende November eingebrochen wurde.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

1,3 Millionen in bar und in Originalverpackung der Bundesbank - das verspricht Privatermittler Josef Resch (70) im Auftrag eines geheimnisvollen Gönners - auch wenn nur die herausgelösten Steine wieder ins Museum zurückkommen.

Für Korte alles andere als ein Anreiz: "Die Belohnung ist lächerlich, denn es besteht das Risiko, bei der Übergabe geschnappt zu werden", sagt der Detektiv.

Auch geht er angesichts des Vorgehens der Einbrecher davon aus, dass diese bereits Kontakte zu möglichen Abnehmern geknüpft hatten.

Dresden: Zug vor Dresdner Hauptbahnhof in Flammen: Polizei gibt Ursache bekannt
Dresden Feuerwehreinsatz Zug vor Dresdner Hauptbahnhof in Flammen: Polizei gibt Ursache bekannt

Unterdessen fahnden nicht nur Detektive und Privatermittler nach dem verlorenen Schatz, sondern auch die Soko "Epaulette".

Für den entscheidenden Hinweis gibt es hier 500.000 Euro.

Kunstdetektiv Willi Korte (65) hält die Belohnung für lächerlich.
Kunstdetektiv Willi Korte (65) hält die Belohnung für lächerlich.  © Matthias Balk/dpa
Privatermittler Josef resch (70) bietet 1,3 Millionen für die Rückkehr der Beute ins Grüne Gewölbe.
Privatermittler Josef resch (70) bietet 1,3 Millionen für die Rückkehr der Beute ins Grüne Gewölbe.  © privat

Mehr zum Thema Dresden: