Juwelenraub im Grünen Gewölbe: Fünf Wochen danach leiden die Anwohner noch immer

Dresden - Der Juwelen-Raub im Grünen Gewölbe und seine Folgen: Während gut fünf Wochen nach dem Coup in Dresdens Schatzkammer die Täter weiter flüchtig sind, ärgern sich viele Pieschener.

Schloss ausgetauscht, keine Informationen: Mieterin Bärbel Schröter (68) ärgert sich über die Hausverwaltung.
Schloss ausgetauscht, keine Informationen: Mieterin Bärbel Schröter (68) ärgert sich über die Hausverwaltung.  © Ove Landgraf

Denn die Tiefgarage (128 Plätze) an der Kötzschenbroder Straße, in der die Diebe ihren Fluchtwagen abgefackelt hatten (TAG24 berichtete), ist noch immer dicht. Straßen-Arbeiten machen das Park-Chaos perfekt.

Als wäre es für die Anwohner nicht schon schlimm genug gewesen! Das Feuer der Täter zerstörte nicht nur deren Fluchtwagen. Brandschäden führten auch zum tagelangen Ausfall des Warmwassers und der Heizungen. Dutzende Autos wurden durch Hitze und Ruß beschädigt.

"Unser Renault war ein Totalschaden. Die Versicherung ersetzte den Zeitwert", sagt Hausbewohnerin Bärbel Schröter (68).

Einen Parkplatz findet die Dresdnerin mit ihrem neuen Wagen jedoch kaum. "Seit dem Brand ist die Garage gesperrt. Das Schloss wurde ausgetauscht. Wir erhalten keine Informationen von der Hausverwaltung, es gibt nicht mal einen Aushang", ärgert sich die frühere Kundenbetreuerin.

Mieterin Tina Kretzschmar (42): "Die Informationspolitik ist richtig bescheiden."

Halteverbot, Bauarbeiten: Parksituation weiterhin katastrophal

Der Brand des Fluchtswagens in der Tiefgarage verursachte einen Schaden im sechsstelligen Bereich.
Der Brand des Fluchtswagens in der Tiefgarage verursachte einen Schaden im sechsstelligen Bereich.  © Roland Halkasch

Das zuständige R&M Immobilienmanagement: "Wir werden informieren, sobald wir verlässliche Aussagen machen können", sagt Prokurist Ronald Geyer (48). "Wir sind hier im Großschadensbereich mit einem langwierigen Regulierungsprozess. Über Weihnachten arbeiten Handwerksfirmen auch teils nur eingeschränkt."

Nach erfolgter Grobreinigung stehe noch die Feinreinigung gegen den Ruß aus. Auch Elektroleitungen und Brandmelder müssten neu installiert werden. Frühestens im April sei die Garage wieder nutzbar, so Geyer.

Wenigstens sollen den Mietern die Kosten für ihren Garagen-Stellplatz automatisch ersetzt werden.

Bitter: An der Kötzschenbroder Straße ist seit Wochen Halteverbot wegen Kanalarbeiten der Stadtentwässerung. Die dauern bis Ende Februar. Die Parklage bleibt damit katastrophal.

Zu allem Überfluss darf an der Kötzschenbroder Straße wegen Arbeiten nicht geparkt werden.
Zu allem Überfluss darf an der Kötzschenbroder Straße wegen Arbeiten nicht geparkt werden.  © privat

Titelfoto: Ove Landgraf, Roland Halkasch

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