Dresdens Edel-Juwelier: Das wird jetzt mit den gestohlenen Diamanten passieren

Dresden - Juwelen sind sein Geschäft: Georg Leicht (55) ist der einzige Juwelier, der Preziosen aus dem Grünen Gewölbe nacharbeiten darf.

Schloss-Nachbar und Juwelier Georg Leicht (55) in seinem Geschäft im Taschenbergpalais.
Schloss-Nachbar und Juwelier Georg Leicht (55) in seinem Geschäft im Taschenbergpalais.  © Eric Münch

Von Luthers Siegelring bis zum St. Georgs Orden - sechs Original-Schätze hat der Pforzheimer in seinem Atelier bereits nachempfunden. Es sind allesamt Verkaufsschlager in seinen Geschäften.

Der Raubzug im Grünen Gewölbe, nur 50 Meter von seinem Juwelengeschäft im Taschenbergpalais entfernt, macht Leicht fassungslos.

"Allein der Materialwert der gestohlenen Juwelen ist in dreistelliger Millionenhöhe anzusetzen. Der Sammlerwert ist unschätzbar", so Leicht. Der Experte vermutet, dass es sich um einen Auftragsraub eines Sammlers handeln könnte.

"Dann sind die Juwelen längst in einem Tresor und vermutlich für immer verschwunden." Allerdings bleiben sie dann als Kunstwerke erhalten.

"Die andere Variante ist, dass die Brillanten aus den Fassungen gebrochen werden, um sie einzeln zu veräußern."

Georg Leicht ist dreifach abgesichert

Der kostbare St. Georgs Orden des SemperOpernballs ist einem Original aus dem Grünen Gewölbe nachempfunden.
Der kostbare St. Georgs Orden des SemperOpernballs ist einem Original aus dem Grünen Gewölbe nachempfunden.  © PR/Juwelier Leicht

Dann müsste allerdings der historische, einfache Schliff mit wenigen Facetten überarbeitet werden. "Da es sich um äußerst große Steine von jeweils bis zu zehn Karat handelt, wären die Steine nach einen Neuschliff immer noch groß und kostbar genug", weiß Leicht.

"In Osteuropa oder auch im indischen Mumbai, dem weltweit größten Schleifstandort, gibt es jede Menge illegaler Werkstätten."

Damit seine Juwelen nicht gestohlen werden, hat Leicht nach zwei Überfällen sein Sicherheitssystem extrem aufgerüstet.

"Wir sind dreifach abgesichert. Auch bei Stromausfall wäre bei uns der Alarm ausgelöst worden."

Das Original: der Siegelring von Martin Luther. Als Replik bei Juwelier Leicht für 2500 Euro zu haben.
Das Original: der Siegelring von Martin Luther. Als Replik bei Juwelier Leicht für 2500 Euro zu haben.  © dpa/Arno Burgi

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