Dresden hat jetzt einen buddhistischen Friedhof

Bei der Zeremonie nahmen auch Ex-OB Helma Orosz (li. neben Buddha) und Kulturbürgermeister Ralf Lunau (re. neben Buddha) teil.
Bei der Zeremonie nahmen auch Ex-OB Helma Orosz (li. neben Buddha) und Kulturbürgermeister Ralf Lunau (re. neben Buddha) teil.

Als erste Einrichtung dieser Art in Ostdeutschland ist in Dresden eine buddhistische Grabstätte geweiht worden. An der feierlichen Zeremonie auf dem Heidefriedhof nahmen am Sonntag mehrere Hundert Menschen teil.

Sie wurde von Mönchen und Nonnen aus Asien und Europa zelebriert. Die Begräbnisstätte stehe für Buddhisten aller Nationalitäten und Glaubensschulen offen, sagte der Sprecher des Vietnamesisch Buddhistischen Kulturzentrums in Sachsen, Hoang Thanh An.

Die Weihe der Grabstätte auf einem öffentlichen Friedhof, auf dem seit einigen Jahren auch Muslime nach ihren Glaubensregeln beigesetzt werden können, sieht der Verein als hoffnungsfrohes Zeichen für "interreligiöses Zusammenleben in Frieden" und "Völkerverständigung".

Außerdem sei sie ein Symbol, dass viele der etwa 12 000 in Sachsen lebenden Vietnamesen hier ihre Heimat gefunden hätten.

Das 2000 Quadratmeter große, bis dato weitgehend unberührte Areal auf dem Heidefriedhof hatte die Stadt zur Verfügung gestellt.

Es wurde nach der buddhistischen Lehre gestaltet. Im Zentrum steht eine rund 10 Tonnen schwere Buddha-Statue aus Granit. Davon ab gehen acht Wege, die die Speichen des buddhistischen Lehrrades symbolisieren.

Unter den in Sachsen teils schon in fünfter Generation lebenden Vietnamesen bezeichnen sich nach Angaben des Vereins 80 Prozent als Buddhisten oder fühlen sich der Religion verbunden.

Die Grabstätte wurde von Mönchen und Nonnen aus Asien und Europa eingeweiht.
Die Grabstätte wurde von Mönchen und Nonnen aus Asien und Europa eingeweiht.
Heute leben weltweit näherungsweise 450 Millionen Buddhisten.
Heute leben weltweit näherungsweise 450 Millionen Buddhisten.
Diese Begräbnisstätte steht für Buddhisten aller Nationalitäten und Glaubensschulen offen.
Diese Begräbnisstätte steht für Buddhisten aller Nationalitäten und Glaubensschulen offen.
Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien fand.
Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien fand.
Buddhisten berufen sich auf Lehren von Siddhartha Gautama, der in Nordindien lebte - nach den heute in der Forschung vorherrschenden Datierungsansätzen im 6. und möglicherweise noch im frühen 5. Jahrhundert v. Chr.
Buddhisten berufen sich auf Lehren von Siddhartha Gautama, der in Nordindien lebte - nach den heute in der Forschung vorherrschenden Datierungsansätzen im 6. und möglicherweise noch im frühen 5. Jahrhundert v. Chr.
„Buddha“ (wörtlich „Erwachter“) ist ein Ehrentitel, der sich auf ein Erlebnis bezieht, das als Bodhi („Erwachen“) bezeichnet wird.
„Buddha“ (wörtlich „Erwachter“) ist ein Ehrentitel, der sich auf ein Erlebnis bezieht, das als Bodhi („Erwachen“) bezeichnet wird.

Fotos: Ove Landgraf


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