Dresden hat jetzt 'ne Riesling-Lounge

Ernst Büscher (l.) vom Deutschen Weininstitut stößt mit Jens Pietzonka auf die Auszeichnung „Riesling- Lounge“ an.
Ernst Büscher (l.) vom Deutschen Weininstitut stößt mit Jens Pietzonka auf die Auszeichnung „Riesling- Lounge“ an.

Von Mario Adolphsen

Dresden - Süßer die Gläser nie klingen! Jens Pietzonka (43), Dresdens bekanntester Sommelier, ist in Feierlaune. Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat seiner im August eröffneten "Weinzentrale" den Ehrentitel "Riesling-Lounge" verliehen - als einen von nur acht Läden in Deutschland!

"Gäste wollen gern deutsche Weine probieren, aber nicht so akademisch. Der Name Riesling-Lounge soll besonders gutes Angebot und lockere Atmosphäre garantieren", erklärt Ernst Büscher vom DWI. Die Weinzentrale biete beides, findet er und lacht: „Am besten gefällt mir der Restesaufen-Freitag.“

Der preisgekrönte Chef Pietzonka ist vom deutschlandweiten Interesse an seiner neuen Neustadt-Weinbar selbst völlig überrascht: "Das war das verrückteste Jahr, das ich je erlebt habe", sagt er und gesteht: "Ich weiß noch gar nicht, wie ich das alles einordnen soll."

Mit den Planungen für 2016 ist er da schon weiter. Die "Riesling-Lounge" soll zukünftig noch häufiger Besuch von Winzern aus ganz Europa bekommen, die dort ihre Weine den Dresdnern zum Verkosten ausschenken werden. Das lässt sogar die Kollegen aus dem Elbtal hellhörig werden.

Christoph Reiner, Chef des sächsischen Weinbauverbands, möchte sich die lockeren Ideen zum Vorbild nehmen: "Wir müssen die Zusammenarbeit mit den Gastronomen intensivieren. Da haben wir noch viel Nachholbedarf."

Foto: Th. Türpe


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