HC-Elbflorenz-Ass De Santis zeigt sich erstmals ganz privat

Gewürze zerstößt der Handballer wie ein Küchenprofi im Mörser.
Gewürze zerstößt der Handballer wie ein Küchenprofi im Mörser.  © Lutz Hentschel

Dresden - Er lebt 24 Stunden am Tag für den Handball-Sport. Als 18-Jähriger schnupperte Gabriel De Santis bereits Champions-League-Luft. Seit August 2014 ist der Schwede in Dresden und hat sich in den vergangenen drei Jahren richtig gut eingelebt ...

"Ich habe viel Freunde gewonnen", berichtet De Santis in fließendem Deutsch. Dass er die Sprache schnell gelernt hat, dürfte ihm dabei geholfen haben. Denn bereits in den ersten Tagen in Dresden stellte Gabriel fest, dass er anders nicht weit kommt.

"Damals wohnte ich in Heidenau und wollte im Supermarkt einkaufen. Ich dachte, mit meinem Englisch ist das kein Problem. Aber keiner sprach es. Ich wusste, dass ich sofort Deutsch lernen muss."

Mittlerweile hat der Rückraumschütze keine Verständigungsprobleme mehr. Dafür ist seine Freundin Hanna zum Studium nach Schweden zurückgegangen.

Das kleine Familien-Glück: Gabriel De Santis mit Freundin Hanna und der Französischen Bulldogge Sally.
Das kleine Familien-Glück: Gabriel De Santis mit Freundin Hanna und der Französischen Bulldogge Sally.

Die gemeinsame Wohnung in Pieschen gab Gabriel auf, zog zu einem guten Freund in die Neustadt.

Die 23-jährige Liebste ist zwar aller drei, vier Woche da, damit Gabriel in der Zwischenzeit nicht ganz allein ist, gibt es die Französische Bulldogge "Sally" (2). Die Hundedame versüßt dem 24-Jährigen den Alltag.

"Ich bin ungern ganz allein, weil ich so sozial bin", erklärt De Santis. Und wo kommt der Hund unter, wenn das Team auswärts ran muss? "Das ist kein Problem.

Meine Freunde nehmen Sally gern, es kommt sogar manchmal zum Streit, wer sie bekommen kann", berichtet der HCE-Profi augenzwinkernd.

Vermutlich revanchiert er sich mit einem Essen, denn Kochen gehört zu Gabriels Hobbys. "Beim Einzug musste ich meinem Mitbewohner typische schwedische Köttbullar machen", lacht der 1,92 Meter große Spieler: "Aber ich koche am liebsten italienisch. Immerhin bin ich zu 25 Prozent Italiener."

Zum Abschalten legt sich der HCE-Profi gern mal aufs Bett, schnappt sich die Gitarre und spielt ein paar Akkorde.
Zum Abschalten legt sich der HCE-Profi gern mal aufs Bett, schnappt sich die Gitarre und spielt ein paar Akkorde.  © Lutz Hentschel

Auf die Frage, was sein Leibgericht ist, kommt wie aus der Pistole geschossen: "Spaghetti Bolognese."

Die geben Gabriel zumindest die richtige Power. Wichtig, denn als Handballer hat der Schwede noch eine Menge vor.

"Klar war es voll cool, dass ich mit 18 in der Champions League gegen den FC Barcelona gespielt habe. Das ist lange her, ich habe keine große Rolle dabei gespielt, für mich ist’s eine Old News", so De Santis.

"Seitdem Christian Pöhler bei uns in Dresden Trainer ist, habe ich mich weiter entwickelt, habe ein viel besseres Zusammenspiel mit den Außen- und Kreisspielern."

Sein Ziel, mit dem HCE in die 2. Bundesliga aufzusteigen, hat er erreicht. Jetzt will sich Gabriel in der neuen Spielklasse behaupten: "Die Liga ist mittlerweile stärker als die Erste in Schweden."

Mit Freundin Hanna frühstückt Gabriel De Santis bei schönem Wetter gern auf dem Balkon.
Mit Freundin Hanna frühstückt Gabriel De Santis bei schönem Wetter gern auf dem Balkon.  © Lutz Hentschel

Um sich vom harten Training zu erholen hat er eine alte und eine neue Liebe.

Die alte ist Kaffeetrinken. "Das ist eine schwedische Tradition“, verrät der Profi. „Neuerdings habe ich Golfspielen für mich entdeckt, allerdings muss ich noch die Platzreife machen."

Und ein weiteres Hobby gibt‘s da noch. In Gabriels Schlafzimmer finden sich gleich drei Gitarren. „Das habe ich in der Schule gelernt“, verrät er. "Mir fehlt aktuell etwas die Zeit zum Spielen."

Wenn er mit Freunden feiert oder allein auf dem Bett liegt, nimmt er sie zur Hand. TAG24 bekam eine Kostprobe - und die konnte sich hören lassen. De Santis’ Lieblingslied ist "Stand by me" von Ben E King.

Gabriel De Santis hat seiner Bulldogge kleine Kunststücke beigebracht. Zeigt er ihr die Handfläche, geht sie auf die Hinterbeine.
Gabriel De Santis hat seiner Bulldogge kleine Kunststücke beigebracht. Zeigt er ihr die Handfläche, geht sie auf die Hinterbeine.  © Lutz Hentschel
Ein Spaziergang mit Sally durch die Neustädter Gassen sorgt für Entspannung vom Handball-Alltag.
Ein Spaziergang mit Sally durch die Neustädter Gassen sorgt für Entspannung vom Handball-Alltag.  © Lutz Hentschel

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0