Nürnberg-Fans besprühen S-Bahn in Dresden, doch die Dynamo-Anhänger schlagen zurück

Dresden - Sieben Vermummte sorgten am Samstagmorgen für ordentlich Angst. Die Schmierfinken blockierten eine S-Bahn in Heidenau und besprühten diese unter anderem mit dem Schriftzug "FCN".

Zuerst sprühten die Unbekannten "FCN" auf die Bahn.
Zuerst sprühten die Unbekannten "FCN" auf die Bahn.  © Bundespolizei

Die Täter waren dafür früh auf den Beinen. 5.50 Uhr sind samstags in der Regel nur wenige mit der S-Bahn-Linie 1 Richtung Dresden unterwegs.

Diesen wenigen bot sich allerdings am Bahnhof Heidenau-Großsedlitz ein unheimliches Schauspiel: Sieben Vermummte stürmten auf den Zug zu. Während einige die Türen aufhielten, damit die Weiterfahrt blockiert bleibt, packten die anderen Sprühdosen aus, begannen die S-Bahn zu beschmieren.

Auf 70 Quadratmetern hinterließen sie das Kürzel "FCN", außerdem noch Grüße einer Nürnberger Ultragruppierung und rannten wieder davon.

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Doch dabei blieb es nicht, denn offenbar waren die Vandalen der Dresdner Fanszene wenig über die fränkischen Grüße erfreut: 12.10 Uhr hielten diese, ebenfalls vermummt und mit fünf Mann, den Zug am Haltepunkt Radebeul-Weintraube an und übersprühten dort den Nürnberger Schriftzug wieder.

Die Beamten gehen deshalb auch davon aus, das die Tat im Zusammenhang mit der Partie Dynamo Dresden gegen den 1. FC Nürnberg, welche am Samstag stattfand, in Verbindung steht.

Die Bundespolizei fragt nun: Wer kann Angaben zu den Geschehnissen machen? Wer hat die Tathandlung beobachtet bzw. aufzeichnen können? Wer kennt die Täter oder kann Hinweise zu Besonderheiten in den jeweiligen Tatortumgebungen geben. Wem sind Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Haltepunkte Heidenau-Großsedlitz oder Radebeul-Weintraube aufgefallen?

Wer Hinweise geben kann, soll sich an die Bundespolizeiinspektion Berggießhübel (035023676300) oder die Bundespolizeiinspektion Dresden (0351815020) bzw. unter der kostenfreien Service-Nummer der Bundespolizei 08006888000 oder an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Wenig später wurde das Kürzel übermalt.
Wenig später wurde das Kürzel übermalt.  © Bundespolizei

Titelfoto: Bundespolizei

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