Was passiert eigentlich mit 1200 Tonnen Herbstlaub in Dresden?

Dresden - Das bunte umherfliegende Laub sieht in der Herbstsonne zwar schön aus, verstopft allerdings die Gullys, beeinträchtigt die Verkehrssicherheit und kann auch für Fußgänger zur rutschigen Gefahr werden.

Mitarbeiter der Stadtreinigung kehren Laub, damit der Spaziergang rund um den Goldenen Reiter bei Regen nicht bald zur Schlitterpartie wird!
Mitarbeiter der Stadtreinigung kehren Laub, damit der Spaziergang rund um den Goldenen Reiter bei Regen nicht bald zur Schlitterpartie wird!  © Steffen Füssel, Imago

Sowohl Grundstückseigentümer als auch die Stadtreinigung haben im Herbst einiges zu tun.

Gut 1200 Tonnen Laub kehren die Männer in Orange laut Stadtverwaltung jährlich im Schnitt auf den Straßen, Plätzen und Gehwegen zusammen, dazu kommen noch einmal 800 Tonnen Laub von den öffentlichen Park- und Grünanlagen. Um die übrigen Flächen, die nicht zur öffentlichen Straßenreinigung gehören, müssen sich angrenzende Grundstückseigentümer selber kümmern.

Bis zum 22. Dezember darf bei den städtischen Wertstoffhöfen noch gebührenfrei abgeliefert werden. "Das Angebot besteht extra für die Anlieger", so Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. "Denn immerhin gibt es rund 54 000 Straßenbäume in Dresden."

Laub, das auf privaten Grundstücken und Gärten angefallen ist, darf bei den städtischen Annahmestellen abgegeben werden - allerdings nicht kostenlos. Mengen bis zu einem Kubikmeter kosten 50 Cent pro 0,2 Kubikmeter, bei mehr als einem Kubikmeter kostet jeder angefangene Kubikmeter 2,75 Euro.

Eine Ausnahme ist das von der Miniermotte befallene Kastanienlaub. Das darf gebührenfrei weggeschafft werden. "Anders als die meisten Menschen denken, machen die Motten den Baum nicht krank. Die Larven sind für die Bäume nicht gefährlich, allerdings sehen die Blätter dann furchtbar schlecht aus", weiß Dr. Ulrich Pietzarka vom Forstbotanischen Gartens Tharandt. "Am besten ist es, das befallene Laub tief zu kompostieren." So lasse sich ein erneuter Befall im nächsten Jahr verhindern.

Übrigens: Laub in Eigenregie zu verbrennen, ist in Dresden verboten. Alternativ kann das Laub im eigenen Garten kompostiert oder einfach in der Biotonne entsorgt werden.

Dr. Ulrich Pietzarka, Kurator vom Forstbotanischen Garten Tharandt, kennt seine Laubbäume...
Dr. Ulrich Pietzarka, Kurator vom Forstbotanischen Garten Tharandt, kennt seine Laubbäume...

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