Russisches Jagdflugzeug in Dresdner Galerie "gelandet"

Dresden - Zuerst stürzte Supermann vor der Galerie von Holger John (58) auf den Gehsteig (TAG24 berichtete). Am Montag landete ein zweites Kunstwerk: eine echte russische MiG-21 - in Einzelteile zerlegt. Die Skulptur gehört zur Ausstellung "Die Unbegabten", die bis 18. November in der Rähnitzgasse zu sehen ist.

Galerist Holger John (58) vor der 140 000 Euro teuren Heckflosse der MiG-21. Das Kunstwerk von Bernd Reiter kam direkt von der Kunstwoche "art berlin" nach Dresden.
Galerist Holger John (58) vor der 140 000 Euro teuren Heckflosse der MiG-21. Das Kunstwerk von Bernd Reiter kam direkt von der Kunstwoche "art berlin" nach Dresden.  © Eric Münch

Das demontierte Jagdflugzeug ist eine Installation des Kölner Künstlers Bernd Reiter. Titel: "Ironie des Schicksals".

Ihr beeindruckendstes Teil: eine 200 Kilo schwere Heckflosse.

"Sie steht in der Ausstellung als stille Bedrohung. Erzählt von Vergangenem: Das Kampfflugzeug hat Schäden angerichtet und Schmerz ausgelöst", erklärt John.

"Hier und heute, demontiert in Einzelteile und zum scheinbar harmlosen Kunstwerk mutiert, dokumentiert der Flügel eine geheimnisumwitterte Geschichte mit einer fast schon ästhetischen Aura."