Erster sächsischer Politiker fordert Volksabstimmung zu Feiertagen

Dresden - Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow (50) spricht sich für eine Volksabstimmung zur Zukunft spezieller Feiertage im Freistaat aus. Anlass sind Überlegungen und Forderungen rund um den 8. März, der im Land Berlin Freitag erstmals offiziell frei war (TAG24 berichtete).

Holger Zastrow (50, FDP) fordert eine Volksabstimmung.
Holger Zastrow (50, FDP) fordert eine Volksabstimmung.  © dpa/Peter Endig

Eine Übertragung auf Sachsen halte er zwar für nicht sinnvoll, so Zastrow. "Lieber sollte das Volk über den Buß- und Bettag abstimmen - und wenn gewünscht auch gern über den Frauentag." Eine solche Initiative müsse aber auch aus den Reihen der Bürger selbst kommen. Parteien sollten über gesetzliche Feiertage eher nicht befinden.

"Denn da würde ich als nächstes einen Antrag der Linken zum Tag der Befreiung erwarten", so der FDP-Vorsitzende ironisch. Die dauerhafte Belastung sächsischer Arbeitnehmer durch den Buß- und Bettag (sie erwirtschaften den freien Tag durch eine monatliche Sonderabgabe für die Pflegeversicherung) ist zum Beispiel auch der SPD in Sachsen ein Dorn im Auge.

Einen gänzlich anderen Zugang zum Frauentag erlaubt sich unterdessen die Landtags-AfD. Deren Fraktions-Chef Jörg Urban (54) lobte und zitierte gestern Worte der Frauentagsansprache von Russlands Präsident Wladimir Putin (66).

Wird der Weltfrauentag auch Feiertag in Sachsen?
Wird der Weltfrauentag auch Feiertag in Sachsen?  © dpa/Jens Wolf

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