Hot-Spot-Mischmasch: Wann bekommt Dresden endlich einheitliches WLAN-Netz?

Dresden - Schluss mit dem Funk-Flickenteppich! Schon 2020 könnte es in Dresden ein flächendeckendes öffentliches WLAN für Altstadt, Neustadt und wichtige Stadtteilzentren geben.

SPD-Vizechefin Kristin Sturm (33) will ein flächendeckendes WLAN per Antrag durchsetzen.
SPD-Vizechefin Kristin Sturm (33) will ein flächendeckendes WLAN per Antrag durchsetzen.  © Holm Helis

Der Plan dahinter: Vorhandene WLAN-Angebote von Stadt, DVB und DREWAG werden vereinheitlicht und ausgebaut. Bereits im Sommer könnte der Stadtrat darüber abstimmen.

Mobiles Internet gehört für viele mittlerweile wie Wasser und Strom ganz selbstverständlich zum Alltag. Doch in Dresden gleicht die WLAN-Abdeckung einem Flickenteppich.

Jeweils einzeln passiert eine ganze Menge: An vielen Haltestellen und Servicezentren rüsten die Verkehrsbetriebe immer weiter auf. Auch 13 neue Mobilitätspunkte sollen kabelloses Internet bekommen.

Das Rathaus selbst hat weitere 200 Zugangspunkte in Museen, Verwaltungsstandorten oder an der Messe aufbauen lassen. Stadtweit gibt es fast 500 Einwahlpunkte. Doch alle Systeme bauen momentan noch auf eigenen Zugangsregelungen auf.

Andere Städte, etwa Düsseldorf, führten bereits vor Jahren flächendeckendes WLAN ein.
Andere Städte, etwa Düsseldorf, führten bereits vor Jahren flächendeckendes WLAN ein.  © dpa/Maja Hitij

Setzt sich die SPD im Rat durch, ändert sich dass. Der Plan von SPD-Vizechefin Kristin Sturm (33): Statt vereinzelter privater Hotspots, bei denen jeweils eine eigene Registrierung erforderlich ist, sollen sich gerade im Zentrum die vielen Anbieter für ein einheitliches WLAN untereinander abstimmen.

So soll ein möglichst flächendeckendes Netz entstehen. Tourismus und Wirtschaft könnten profitieren. "Ein öffentlicher und drahtloser Zugang zum Internet gewährleistet die digitale Grundversorgung. Nicht jeder kann sich unbegrenzt mobile Daten auf dem Handy leisten", so Frau Sturm.

Das letzte Wort hat nun der Stadtrat. Stimmt der zu, muss OB Dirk Hilbert (47, FDP) ein entsprechendes Konzept vorlegen und später auch umsetzen.

Für viele gehört ein freies Netz zur Grundversorgung.
Für viele gehört ein freies Netz zur Grundversorgung.  © dpa/ Hendrik Schmidt
Auch rund um die Frauenkirche könnte es bald Internet für alle geben.
Auch rund um die Frauenkirche könnte es bald Internet für alle geben.  © 123RF

Titelfoto: dpa/Maja Hitij, dpa/ Hendrik Schmidt, 123RF

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