Sebastian Pufpaff besucht die Humorzone Dresden!

Kabarettist Pufpaff, in diesem Fall mit geschlossenem Hemd und festem Krawattenknoten.
Kabarettist Pufpaff, in diesem Fall mit geschlossenem Hemd und festem Krawattenknoten.

Von Guido Glaner

Dresden - Schwarzer Anzug und schwarze Krawatte, locker gebunden, das ist das ziemlich coole Bühnenoutfit des Kabarettisten Sebastian Pufpaff (39) - der wirklich so heißt und zu den Stargästen der „Humorzone“ zählt, die Donnerstagabend öffnet.

In der ARD „3. Stock links. Die Kabarett-WG“, im ZDF „Pufpaffs Happy Hour“ und - immer wieder - die „heute-show“.

Pufpaff ist allgegenwärtig im deutschen Fernsehen zurzeit und auf den Bühnen des Landes ohnehin. Man kann ihm nicht entkommen, man will ihm gar nicht entkommen.

Kabarett und Comedy befinden sich angesichts von Flüchtlingskrise, EU-Gipfeln, PEGIDA, AfD und Horst Seehofer im Aufwind. „Ich bin in Goldgräberstimmung - das politische Kabarett erlebt eine richtige Renaissance“, freut sich der studierte Politologe, der schon früh die Rampensau in sich entdeckte und beinah naturgegeben die Bühnenlaufbahn einschlug.

Olaf Schubert, Pate der „Humorzone“, samt Goldenem Reiter aus Pappe.
Olaf Schubert, Pate der „Humorzone“, samt Goldenem Reiter aus Pappe.

Euphorisch ruft er aus: „Ich habe den tollsten Beruf der Welt!“

Es sind schon fast zu viele der Themen zurzeit, ohnehin ist nicht jedes geeignet. „Manche Themen haben eine so kurze Halbwertzeit, dass sie wieder weg sind, bevor man sie aufgreifen kann“, erklärt Pufpaff. Deshalb gelte für seinen Berufsstand folgende Regel: Nach einem Ereignis 24 Stunden abwarten - dann schauen, ob ein Witz noch geht.

Witzig sein ist eine schwierige und arbeitsame Sache, denn sie setzt Recherche voraus. Einfach so etwas herausplappern sei seine Sache nicht, sagt Pufpaff: „Satire ist umso gehaltvoller, wenn sie auf Tatsachen beruht.“

Sein aktuelles Programm heißt „Auf Anfang“, ein Crossover von Kabarett und Comedy. Seit einem Jahr unterwegs, ist die Show immer eine andere, denn ihr Protagonist reagiert auf das, was geschieht in Deutschland, in der Welt.

Pufpaff: „Ich spiele ein Programm knapp vier Jahre. Gemessen an den ersten Vorstellungen, ist es zum Ende hin meist ein völlig anderes.“

Was ein Kabarettist vor allem brauche, sei eine Haltung, davon ist Pufpaff überzeugt. Nicht rumeiern, sondern klare Kante. „Die jetzigen Zeiten erfordern das besonders“, findet der Kabarettist. Das Publikum sei dankbar dafür.

Gerade in der aktuellen Situation halte er sich nicht zurück. Was das heißt, erklärt er so: „AfD-Mitglieder werden in meiner Show wenig Freude haben.“

Sebastian Pufpaff kommt nach Dresden - um zweierlei zu erledigen: sein Programm spielen und mit dem alten Kumpel Olaf Schubert, Schirmherr und Gastgeber der „Humorzone“, „ein Bierchen trinken“.

  • Sebastian Pufpaff - "Auf Anfang": 10. März, 20 Uhr, Boulevardtheater, mit Glück Restkarten.

Fotos: imago, Steffen Füssel


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