Tarifkampf: Jetzt droht auch in Kamenz Streik

Dresden - Immer mehr Beschäftigte in Sachsen begehren auf, wollen einen Tarifvertrag.

Mitarbeiter im Maja Möbelwerk. Sie wollen einen Tarifvertrag.
Mitarbeiter im Maja Möbelwerk. Sie wollen einen Tarifvertrag.  © DPA

Etwa die Mitarbeiter von Accumotive (Daimler) in Kamenz - sie fordern auch die 35-Stunden-Woche. Beim IKEA-Zulieferer Maja Möbel stocken die Verhandlungen.

900 Beschäftigte hat Maja Möbel in Wittichenau - bis zum Abend wurden 500 Mitarbeiter für eine Kundgebung vor den Werkstoren erwartet, so die IG Metall. Denn die Arbeitgeber haben den zweiten Verhandlungstag um einen Flächentarifvertrag kurzfristig abgesagt.

Der Unmut der Kollegen sei riesig. "Die nächste Stufe ist der Warnstreik", so Jan Otto (37) von der IG Metall. Laut Gewerkschaft bekommen die Beschäftigten teils nur wenig mehr als den Mindestlohn. Geschäftsführer Uwe Gottschlich betonte, dass die Verhandlungen lediglich verschoben worden seien, und verwies auf den nächsten Termin am 12. März.

Zudem laufen Tarifverhandlungen mit der Daimler-Tochter Deutsche Accumotive in Kamenz. Die IG Metall fordert die Übernahme des Flächentarifvertrags der sächsischen Metall- und Elektroindustrie sowie zusätzlich die 35-Stunden-Woche. Otto: "Wir werden die Niedriglohnpolitik der Unternehmen nicht länger akzeptieren."

Er sprach davon, notfalls auch "gute Argumente vor den Toren" zu nutzen - sprich Demos und Warnstreik. Accumotive hat aktuell mehr als 1300 Mitarbeiter. Auf dem Weg zu einem Tarifvertrag sind auch Teigwaren Riesa. Zuletzt wurde dort ein Warnstreik abgewendet.

Jan Otto (37) von der IG Metall Ostsachsen. Die Gewerkschaft führt derzeit mehrere Tarifverhandlungen.
Jan Otto (37) von der IG Metall Ostsachsen. Die Gewerkschaft führt derzeit mehrere Tarifverhandlungen.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe

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