Krankenkasse schlägt Alarm: Deshalb leiden so viele Sachsen an Diabetes

Dresden - Die Zahl der Zuckerkranken in Deutschland ist alarmierend: Rund sieben Millionen Menschen sind betroffen. Im Freistaat leidet mehr als jeder zehnte an Diabetes, die meisten an Diabetes Typ 2. Ein neues Versorgungprogramm soll Abhilfe schaffen.

Auf die Ernährung kommt's an. Zuckerarme Obstsorten wie Äpfel, Birnen oder Beeren können auch Diabetiker problemlos genießen.
Auf die Ernährung kommt's an. Zuckerarme Obstsorten wie Äpfel, Birnen oder Beeren können auch Diabetiker problemlos genießen.  © Petra Hornig

Rund zwölf Prozent der Sachsen leiden an Diabetes mellitus.

Der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 9 Prozent - Sachsen liegt damit knapp 30 Prozent über dem Mittel! Die lebensbedrohliche Volkskrankheit hat vor allem eine Ursache: Übergewicht. Und auch da liegt Sachsen weit vorne: Mehr als jeder Zweite im Freistaat ist schlicht zu dick!

Die Innungskrankenkasse IKK (Hauptsitz Dresden) steuert in Sachen Diabetes jetzt dagegen - mit einem neuen, computergestützten Versorgungsprogramm: „Kernstück wird eine digitale Plattform für Selbstmanagement, Ernährung und Lebensstil“, so Dr. Christian Korbanka von der IKK. "

Die Innungskrankenkasse will Anfang 2019 mit dem Portal an den Start gehen, dann gibt's auch die Internet-Adresse dazu.

Außerdem ist eine Handy-App geplant. Zunächst nehmen etwa 100 Handwerker an dem Pilot-Projekt teil, bei dem Körpergewicht, Blutzucker und körperliche Aktivität aufgenommen werden. So haben die Probanden immer im Blick, ob sie sich auf der Baustelle auch gesund ernähren und ausreichend bewegen.

Per Handy den Blutzuckerspiegel überwachen. Das Pilot-Projekt der IKK soll Anfang 2019 an den Start gehen.
Per Handy den Blutzuckerspiegel überwachen. Das Pilot-Projekt der IKK soll Anfang 2019 an den Start gehen.  © Roche Diabetes Care
Dr. Christian Korbanka von der IKK.
Dr. Christian Korbanka von der IKK.  © Petra Hornig

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