Im Gespräch mit der Jugend: MP Kretschmer rät zur Eigeninitiative

Dresden - Studenten und Schüler diskutierten Samstag im Dresdner Rathaus mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) über Demokratie, Digitalisierung, Parteienlandschaft und Extremismus.

Debattenkultur statt Hasstiraden: Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) diskutierte am Samstag mit Schülern und Studenten.
Debattenkultur statt Hasstiraden: Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) diskutierte am Samstag mit Schülern und Studenten.  © Amac Garbe

"Der Kampf gegen Extremismus, vor allem Rechtsextremismus, muss aus der Mitte der Gesellschaft kommen", sagte Kretschmer und warb für "fröhlichen Patriotismus". Der Begriff stehe für ein positives Verhältnis zum Vaterland. Er dürfe nicht den Rechten überlassen werden.

Mit Blick auf den "Lehrer-Pranger" auf dem AfD-Online-Portal "Lehrer SOS", bei dem Schüler, Eltern und Lehrer Verstöße gegen das politische Neutralitätsgebot für Pädagogen melden sollen, sagte Kretschmer:

"Kritik und Fehleranalyse sind gut, sie müssen für die Betroffenen aber gesichtswahrend sein." Gefragt nach seinen Wünschen an die Jugend nannte er "Eigeninitiative". Der Staat schaffe nur Rahmenbedingungen, "am Ende ist jeder selbst für sein Leben verantwortlich".

Das Forum des Vereins Fortschritt Vision Diskurs (Zwickau) findet regelmäßig mit 16- bis 23-Jährigen statt, um Debatten- und Diskussionskultur zu fördern.

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