In Dresdens CDU hängt der Haussegen schief: Darum wirft Stadtrat Brauns hin

Dresden - Knatsch bei der Dresdner CDU. Weil Stadtrat Hans-Joachim Brauns (59) für die anstehende Stadtratswahl nicht wie gewünscht auf Platz eins gesetzt ist, zieht er seine geplante Kandidatur zurück.

Hans-Joachim Brauns (59) im Stadtrat.
Hans-Joachim Brauns (59) im Stadtrat.  © Christian Suhrbier

Es geht um den Wahlkreis Altstadt. Über die Liste für die Kommunalwahl im Mai soll am Samstag abgestimmt werden. Vorgeschlagen hat die Platzierungen der CDU-Kreisvorstand.

Die Kündigung verbindet Brauns mit einem geharnischten Brief an den CDU-Kreisverband Dresden, Adressat ist der Vorsitzende Christian Hartmann. (44).

Kern der Vorwürfe Brauns: Statt ihm sei der bisherige Landtagsabgeordnete Patrick Schreiber (39) auf eins gesetzt. Er, Brauns, stehe "nur noch" auf Platz 2.

"Demütigendes Verhalten", "respektloses Verhalten", "Scheinheiligkeit" - Brauns Klagebrief zeugt von Enttäuschung und Wut. Er sei ja als Richter gar nicht auf die Stadtratstätigkeit angewiesen, könne für sein Engagement aber Respekt erwarten.

Hartmann bedauerte die Entscheidung Brauns. Er verstehe den Ärger, findet aber, dass beide - Schreiber und Brauns - in den Stadtrat hätten einziehen können.

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