Flutrinne: Dresdner City soll Badesee bekommen

Der Dresdner Landschaftsarchitekt Till Rehwaldt (50) will die Flutrinne zum Badesee machen!
Der Dresdner Landschaftsarchitekt Till Rehwaldt (50) will die Flutrinne zum Badesee machen!

Von Hermann Tydecks

Dresden - Dieser Dresdner hat eine wasserdichte Vision: Landschaftsarchitekt Till Rehwaldt (50) will die Flutrinne in der Friedrichstadt zum Badesee machen! Von seinem „Ostrasee“ könnte die ganze Stadt profitieren.

Kinder toben den Sandstrand entlang, baden in sauberem Wasser. Auf der Seite gegenüber eine Promenade mit Cafés, Spaziergänger blicken auf ein Segelboot. Störche brüten in einem benachbarten Tümpel.

„Macht die Flutrinne zum Ostrasee!“, fordert Till Rehwaldt. Wo jetzt noch Schafe grasen, könnte in wenigen Jahren ein Naturidyll entstehen und gleichzeitig das Leben florieren.

Bislang wird das großflächige Areal neben der Messe in der Friedrichstadt kaum genutzt.
Bislang wird das großflächige Areal neben der Messe in der Friedrichstadt kaum genutzt.

„Es ist machbar“, sagt der freie Landschaftsarchitekt mit eigener Firma (20 Mitarbeiter; Projekte: Schlesischer Platz, Vorplatz Bahnhof Mitte, Olbersdorfer See).

Seine Vision für die 47-Hektar-Fläche (entspricht 65 Fußballfeldern): Ein Ostrasee (20 Hektar) als stehendes Gewässer, getrennt von Elbe, gespeist aus sauberem Grundwasser und Uferfiltrat. „Dadurch wird auch Baden möglich sein“, sagt Rehwaldt. „Daneben ein Biotop mit Tümpeln, Schilf und Weiden, in dem sich Biber, Störche, Kraniche ansiedeln können.“

Und schließlich eine Promenade auf der Messe-Seite mit Cafés. Da auch Wiesenfläche erhalten bleibt, könnten weiterhin Konzerte (AC/DC) steigen. Auch die Hochwasserschutzanlage sei nicht beeinträchtigt.

Der Ostrasee aus Sicht der Messe-Seite (Nordseite): Eine schöne Promenade mit Café lädt zum Spaziergang ein.
Der Ostrasee aus Sicht der Messe-Seite (Nordseite): Eine schöne Promenade mit Café lädt zum Spaziergang ein.

Nur: Wer soll das bezahlen?

„Eine Möglichkeit ist der Kiestagebau“, schlägt Rehwaldt vor, wie etwa an der Kiesgrube Leuben. „Ich hoffe, dass Bürger und Politiker jetzt über den Ostrasee diskutieren und ihn mit vereinten Kräften umsetzen!“

Schon seit Jahren hatte er die Idee im Schubfach, inspiriert von einem ähnlichen Badegewässer in Wien. „Es könnte ein positives, spannendes Projekt werden, nicht nur die Friedrichstadt, sondern die ganze Stadt einen und attraktiver machen!“

„Eine sensationelle Idee“, sagt Grünen-Stadtrat Thomas Löser (43). „Ich werde die Diskussion ankurbeln.“

Alle Infos: www.rehwaldt.de

Der Ostrasee mit Sandstrand aus Sicht des Trümmerbergs (Südseite): Menschen baden, rudern, treiben Sport.
Der Ostrasee mit Sandstrand aus Sicht des Trümmerbergs (Südseite): Menschen baden, rudern, treiben Sport.

Fotos: Eric Münch (2) /Grafiken:REHWALDT LANDSCHAFTSARCHITEKT


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