Inventur im Dresdner Zoo: Wie vermisst man eigentlich einen Python?

Dresden - Ein Kraftakt: Bei der Inventur im Dresdner Zoo musste ordentlich angepackt werden. Von kleinen Larven, die alle einzeln gewogen wurden, bis hin zum mehr als 60 Kilo schweren Python wurden alle Tiere gezählt und vermessen.

Elf Männer und Frauen waren nötig, um den 25 Jahre alten Netzpython aus seinem Terrarium zu heben.
Elf Männer und Frauen waren nötig, um den 25 Jahre alten Netzpython aus seinem Terrarium zu heben.  © Holm Helis

Um den 25 Jahre alten Netzpython aus seinem Terrarium zu bekommen, waren elf Leute nötig. "Der Python hat in der Länge um fünf Zentimeter zugenommen", sagt Tierpfleger Michael Scheffert (41). "Die Vermessung der Schlange ist immer etwas heikel. Sie hat scharfe und spitze Zähne und so kooperativ wie heute ist der Python nicht immer."

Am Ende lief aber alles glatt. Eine echte Sisyphusarbeit leisteten die Tierpfleger zum Beispiel bei den Larven des Rosenkäfers. Mehr als tausend Exemplare mussten einzeln gewogen werden. In etwa einem halben Jahr schlüpfen aus den Larven die fertigen Käfer.

Aufgrund der Neuzugänge im letzten Jahr, wie etwa Elefantenbulle Tembo oder die Gepardenbrüder Job und Sjef, gab's diesmal ein deutliches Besucherplus: Zum ersten Mal kamen mehr als 900 000 Menschen zum Tiere gucken.

Für 2019 gibt es seitens der Einrichtung auch schon jede Menge Pläne. "Wir hoffen auf weibliche Gesellschaft für unsere beiden Koalas", sagt Zoodirektor Karl-Heinz Ukena (41). "Das am 3. Juni im Zoo Antwerpen geborene Koala-Weibchen Sydney wird voraussichtlich im Frühjahr in den Zoo Dresden umsiedeln." Für die Flamingos soll es in diesem Jahr eine neue Voliere geben.

Die Inventur ist übrigens noch lange nicht abgeschlossen. "Die genaue Überprüfung der Zahlen von Schlupf und Geburt ist für gewöhnlich Ende Januar abgeschlossen", so Ukena.

Rund fünf Zentimeter ist die Schlange im vergangenen Jahr gewachsen, aktuell bringt sie satte 61 Kilo auf die Waage.
Rund fünf Zentimeter ist die Schlange im vergangenen Jahr gewachsen, aktuell bringt sie satte 61 Kilo auf die Waage.  © Holm Helis
Tierpflegerin Anne Auerbach (35) beim Wiegen der Larven.
Tierpflegerin Anne Auerbach (35) beim Wiegen der Larven.  © Holm Helis
Ausgewachsene Rosenkäfer neben den Larven, die noch zu Käfern werden müssen.
Ausgewachsene Rosenkäfer neben den Larven, die noch zu Käfern werden müssen.  © Holm Helis

Titelfoto: Holm Helis

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