Ist das wirklich Demo-Kunst? Bogenschütze kriegt am Frauentag Klobürste untergejubelt

Dresden - Internationaler Frauentag - das bedeutet in Dresden nicht nur bedeutungsschwangere Reden von Politikern zur Gleichberechtigung, einfallsreiche und einfallslose Geschenke, sondern auch regelmäßig Aktionen radikaler Feministen.

Mit Schürze und Klobürste zielte der Bogenschütze Freitag auf die Altstädter Seite.
Mit Schürze und Klobürste zielte der Bogenschütze Freitag auf die Altstädter Seite.  © Ove Landgraf

Diesmal geriet "August der Starke" ins Visier der Frauenrechtler. Doch der Sachsen-König stellte sich dann doch als eine Nummer zu groß heraus.

Auch August hätte ruhig sein Klo einmal selbst putzen können. Hätte er das und andere Dinge getan, wäre die Welt heute vielleicht ein bisschen schöner.

So meinen es die Aktivisten in ihrer Bekenner-Mail. Deshalb machten sie sich auf zum Goldenen Reiter in der Neustadt, wollten ihm dort eine Klobürste in die Hand drücken und ihm eine Schürze umbinden.

Doch wie zum Hohne auf die Gleichberechtigung schafften es die Feministen nicht, mit dem König auf Augenhöhe zu kommen. Also musste der Bogenschütze im Staudengarten herhalten, der bereits seit 1902 auf den richtigen Moment wartet, seinen Pfeil Richtung Altstadt schießen zu können.

Da konnte er dann Freitag auch die Zeit aufbringen, für "Putzen für den Feminismus" zu werben. Die Klobürste klebte aber nur am Bauch, Hand hatte er ja schließlich keine frei...

Da es mit der Schürze nicht klappte, blieb nur eine Huldigung an das weibliche Geschlechtsorgan zurück.
Da es mit der Schürze nicht klappte, blieb nur eine Huldigung an das weibliche Geschlechtsorgan zurück.  © Ove Landgraf

Wenn Frauen schreien...

Eine Minute lang schrien sich die Damen ihren Zorn von der Seele.
Eine Minute lang schrien sich die Damen ihren Zorn von der Seele.  © Thomas Türpe

Während die einen die Herrschaft der Männer zu Grabe tragen, schreien die anderen dagegen an: Freitag war der Postplatz weitgehend in Frauenhand.

Ab 18 Uhr demonstrierten hier Frauenrechtler für Gleichberechtigung und beerdigten hier 15 Uhr symbolisch das Patriarchat.

Zwei Stunden später wurde es dann laut: Als Teil einer internationalen Aktion schrien Frauen hier ihren Zorn eine Minute lang heraus.

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