Ist der Rekordblitzer von der Nossener Brücke reine Abzocke?

Dresden - Resolutes Vorgehen gegen Raser oder doch reine Geldmacherei? Mehr als jeder zweite Autofahrer tappte zuletzt in die fiese Radarfalle auf der Nossener Brücke (TAG24 berichtete). Jetzt gibt's Kritik von Betroffenen.

Auf der Nossener Brücke gilt seit Mitte Juni Tempo 30.
Auf der Nossener Brücke gilt seit Mitte Juni Tempo 30.  © Radio Dresden

Innerhalb von drei Stunden überquerten letzte Woche 1646 Fahrzeuge die baufällige Brücke in der Südvorstadt. Ganze 967 davon waren zu schnell unterwegs.

Das entspricht etwa 60 Prozent der Verkehrsteilnehmer. "Eine solche Blitzerquote spricht nicht für die Ignoranz von Verkehrsregeln, sondern eindeutig für eine falsche oder uneindeutige Beschilderung", sagt einer, den's erwischt hat.

Gemeint ist das neue Tempo-30-Schild, das für Fahrer, die von der Budapester Straße nach rechts abbiegen wollen, nur schlecht zu erkennen ist. Wenn man links neben einem großen Fahrzeug fährt, sei dieses Schild überhaupt nicht zu sehen, bemängelt der Betroffene.

Das Straßen- und Tiefbauamt teilte auf TAG24-Anfrage mit: "Wir nehmen die Hinweise der Autofahrer zum Anlass, dies nochmals zu überprüfen und gegebenenfalls Verbesserungen zu veranlassen."

Seit Mitte Juni gilt auf der Nossener Brücke in Richtung Löbtau Tempo 30. Dadurch soll das marode Bauwerk weniger belastet werden.

Ein Ordnungsamts-Mitarbeiter blitzte gut versteckt aus einem Wartehäuschen heraus.
Ein Ordnungsamts-Mitarbeiter blitzte gut versteckt aus einem Wartehäuschen heraus.  © Petra Hornig

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