Neustädter Markt und Königsufer: So königlich schön könnte es werden

Visualisierung des Königsufers in Dresden.
Visualisierung des Königsufers in Dresden.  © GHND e.V./Arte4D

Dresden - Es sind die letzten Filet-Flächen, die in Dresden noch brach liegen: Das Königsufer, zwischen Hotel Bellevue und den Finanzministerium soll bebaut werden. Gestern stellte die Gesellschaft Historischer Neumarkt (GHND) ihre Pläne vor.

Noch bietet der Neustädter Markt am Königsufer ein trauriges Bild. Auf der einen Seite dominiert längst verfallene DDR-Moderne. Auf der anderen Seite des Marktes fehlt jegliche Struktur. Dresden tut sich schwer damit, eine der schönsten Freiflächen der Stadt zu bebauen.

Zumindest die Ansätze dafür stimmen jedoch. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne) hat ein mehrstufiges internationales Werkstattverfahren angestoßen. Doch das ist den Neumarkt-Wächtern zu unkonkret.

Bereits jetzt sollen die Weichen für eine kleinteilige, zur Elbe hin offene Blockrandbebauung entlang der Großen Meißner Straße gestellt werden. GHND-Vorstand Torsten Kulke (52): "Die Bebauung soll sich mit präzisen Baugrenzen sowohl in der Höhe als auch bei der Gestaltung der Dächer am Hotelkomplex Bellevue orientieren."

Vorbild ist die Bebauung des Königsufers vor 1945. Einige Häuser sollen eine exakte Fassadenrekonstruktion bekommen.

Vorteil der Pläne: Die Bebauung würde weniger nahe an die Elbwiese reichen als bisher möglich. Kulke: "So könnte das grüne Band zwischen Japanischem Palais und Rosengarten geschlossen werden. Ein Teil der Grundstücke sind städtisch. Auf diesen sollte auch die Stadt wieder bauen - unter anderem ein Haus der Chöre."

Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain sieht diese Pläne als "interessanten Debattenbeitrag". Eine Vorfestlegung auf klare Vorgaben lehnt er ab. "Dann würden wir das Ergebnis des Wettbewerbs vorwegnehmen und könnten gleich auf ihn verzichten."

Titelfoto: GHND e.V./Arte4D


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0