Gift-Alarm! Sachsens Justizministerium verseucht

Herrschaftlich anzusehen, aber verseucht: Das Justizministerium im Dresdner 
Regierungsviertel.
Herrschaftlich anzusehen, aber verseucht: Das Justizministerium im Dresdner Regierungsviertel.  © Thomas Türpe

Dresden - Dicke Luft im Justizministerium: Viele Räume sind mit Schadstoffen verseucht - auch das Büro des Hausherrn, Minister Sebastian Gemkow (38, CDU). Nun plant der Freistaat die aufwändige Sanierung des früheren königlichen Amtsgerichts.

Acht Büro- und ein Beratungsraum sind in dem herrschaftlichen Gebäude im Regierungsviertel so stark betroffen, dass sie seit Monaten gesperrt sind. Hinzu kommen zahlreiche weitere Räume mit erhöhten Konzentrationen von Naphthalin und Benzaldehyd. Der erste Stoff war früher Hauptbestandteil von Mottenkugeln, ist wohl krebsauslösend. Benzaldehyd ist ebenfalls gesundheitsschädlich, riecht nach Marzipan.

„Die Schadstoffe befinden sich in den Fußböden“, so Petra Brommer, Sprecherin des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB). Möglicherweise wurden sie bei der früheren Sanierung nicht komplett entfernt. Auch im Büro des Ministers ist der Benzaldehyd-Wert erhöht. Also muss viel gelüftet werden!

Laut Ausschreibung wird mit Gesamtkosten von 8,13 Millionen Euro gerechnet. Geplant ist nicht nur die Beseitigung der Schadstoffe, sondern auch eine Renovierung. Das Problem: Dafür müssen die Mitarbeiter und der Minister raus aus dem 1894 fertiggestellten Gebäude.

Bloß wohin, steht immer noch nicht fest...


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