Dresden: Juwelen-Räuber in der Schweiz gefasst, sein Komplize ist tot

Dresden - Die Polizei schnappte einen Juwelenräuber (41). Es war zwar keiner der Einbrecher vom Grünen Gewölbe, doch aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Mit diesem Bild fahndete die Polizei seit 15.3.2017 nach den Tätern. Der Mann im Vordergrund kam bei einem Autounfall im Mai 2017 ums Leben.
Mit diesem Bild fahndete die Polizei seit 15.3.2017 nach den Tätern. Der Mann im Vordergrund kam bei einem Autounfall im Mai 2017 ums Leben.  © PD Dresden

Rund zweieinhalb Jahre nach dem Einbruch bei Juwelier Leicht im Taschenbergpalais wurde ein Este (41) bereits im Oktober in der Schweiz festgenommen. Sein Komplize hingegen war zu diesem Zeitpunkt bereits tot.

Ende Oktober klickten die Handschellen in der Schweiz, dann wurde der Juwelenräuber nach Konstanz ausgeliefert, mittlerweile soll er in Sachsen in U-Haft sitzen.

Brutal war der Este mit seinem litauer Komplizen (+30) gegen Mittag (12.30 Uhr) des 15. März 2017 bei Juwelier Leicht eingebrochen.

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Die beiden Männer hatten den Laden auf der Sophienstraße betreten. Der Komplize hatte die zwei Verkäuferinnen mit einer Pistole bedroht und befohlen die Hände zu heben.

Der Este selbst machte sich derweil an den Vitrinen zu schaffen und erbeutete Schmuck und Uhren im Gesamtwert von 304.915,00 EUR. Um die Beute zu sichern und eine reibungslose Flucht zu ermöglichen sprühte der Komplize Reizgas in Richtung der Verkäuferinnen. Die beiden Angestellten erlitten Atembeschwerden und Augenreizungen.

Beide Männer flüchteten zu Fuß in Richtung Postplatz.

Seit wann die Männer per europäischem Haftbefehl gesucht wurden, verrät Staatsanwalt Jürgen Schmidt (44) nicht. Nur so viel: "Es waren aufwendige Ermittlungen." Der Komplize aus Litauen verstarb bereits im Mai 2017 bei einem Autounfall in seinem Heimatland.

Die entwendeten Gegenstände wurden übrigens bis heute nicht wieder aufgefunden. Das Landgericht Dresden wird jetzt über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Dieser Mann wurde nun geschnappt.
Dieser Mann wurde nun geschnappt.  © PD Dresden

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