Dresdens heißester Job! So trotzen die Feuerwehrmänner der Sommerhitze

Dresden - Den heißesten Job haben sie ohnehin: Die Kameraden der Dresdner Feuerwehr. Jetzt kommt noch die Bullenhitze dazu.

Hauptbrandmeister Olaf Mirtschink (47) achtet darauf, den ganzen Tag über genug zu trinken.
Hauptbrandmeister Olaf Mirtschink (47) achtet darauf, den ganzen Tag über genug zu trinken.  © Petra Hornig

Auch bei Temperaturen von über 30 Grad dürfen die Männer ihre Schutzkleidung nicht ablegen. Doch die Führung sorgt für Abhilfe: Viel, viel Wasser (zum Trinken, nicht zum Löschen) und verkürzte Einsatzzeiten.

Etliche Kilo wiegt schon der schwere Schutzanzug, den die Kameraden im Brandeinsatz tragen. Von außen schützt sie eine Nomex-Kunstfaser-Schicht, die keine Dämpfe eindringen lässt. Die Gore-Tex-Membran im Innern hingegen ist nach außen hin durchlässig. Das ist auch nötig: Feuerwehrleute in Aktion schwitzten wie in der Sauna!

Bei einem 15- bis 20-minütigen Brandeinsatz liegt der Flüssigkeitsverlust bei bis zu anderthalb Litern. "Die Körpertemperatur steigt dabei um bis zu drei Grad", so Feuerwehrchef Andreas Rümpel (59).

Kurz: Der Kamerad löscht im Fieber! Wenn es dann noch draußen heiß ist, steigt die Belastung bis zur Gesundheitsgefährdung.

Feuerwehrmänner müssen bei Bränden - wie hier im Juni in Gorbitz - an Brandorte, an denen bis zu 1000 Grad gemessen werden.
Feuerwehrmänner müssen bei Bränden - wie hier im Juni in Gorbitz - an Brandorte, an denen bis zu 1000 Grad gemessen werden.  © Roland Halkasch

Nun hat die Einsatzleitung reagiert. "Wir versuchen, die Einsatzzeit der Trupps unter Atemschutz zu verkürzen", so Rümpel. Aber nur, wenn nicht gerade Menschenleben in Gefahr sind.

Ansonsten heißt es trinken, mindestens drei Liter am Tag: Jeder Löschzug hat 24 Liter Wasser dabei. Hauptbrandmeister Olaf Mirtschink (47): "Ich versuche, gerade bei der Hitze, den ganzen Tag über viel zu trinken." Führungskräfte sind angehalten, auch auf UV-Schutz und kühle Plätze zu achten, an denen die Kameraden Kraft schöpfen können.

Die haben die Männer derzeit besonders nötig: Seit dem 30. Juni rückten die Kameraden allein zu dreizehn hitzebedingten Bränden wie schwelende Mittelstreifen oder entzündetem Unrat aus.

Und ihr Job bleibt schweißtreibend: Auch in den kommenden Tagen ist keine wirkliche Abkühlung in Sicht.

24 Liter Wasser sind immer an Bord dabei.
24 Liter Wasser sind immer an Bord dabei.  © Petra Hornig
Auch auf der Feuerwache Übigau kämpfen die Feuerwehrleute mit der Sommerhitze. Brandrat Björn Petrick (27) mit Kühltasche und Kaltgetränken im Kommandowagen.
Auch auf der Feuerwache Übigau kämpfen die Feuerwehrleute mit der Sommerhitze. Brandrat Björn Petrick (27) mit Kühltasche und Kaltgetränken im Kommandowagen.  © Petra Hornig
Soweit es möglich ist, versucht Feuerwehrchef Andreas Rümpel (59), das Risiko für seine Kameraden bei Hitze einzudämmen.
Soweit es möglich ist, versucht Feuerwehrchef Andreas Rümpel (59), das Risiko für seine Kameraden bei Hitze einzudämmen.  © Petra Hornig

Titelfoto: Roland Halkasch, Petra Hornig


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