Dresdner Kampfsport-Trainer soll Jungs missbraucht haben

Dresden - Es ist einfach nur widerlich! Jahrelang soll der Dresdner Aikido-Trainer Max H. (49, TAG24 berichtete) kleine Jungen schwer sexuell missbraucht haben. Unter Hochdruck ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei jetzt gegen den Mann, der bereits seit 31. Oktober in U-Haft sitzt.

Unter Tatverdacht: Aikido-Trainer Max H. (49) sitzt bereits seit Ende Oktober in U-Haft.
Unter Tatverdacht: Aikido-Trainer Max H. (49) sitzt bereits seit Ende Oktober in U-Haft.  © privat

Eine Anzeige wegen schweren Missbrauchs an einem Teenager brachte den Stein ins Rollen. "Es liegt bislang nur eine Anzeige vor, wir haben jedoch weitere Fälle im Blick", so Staatsanwalt Jürgen Schmidt (44).

Dabei handelt es sich sowohl um Missbrauchs- als auch schwere Missbrauchsfälle. Der Unterschied: Im Falle schweren sexuellen Missbrauchs ist der Täter in seine Opfer eingedrungen. Bei den bislang bekannten Opfern handelt es sich ausschließlich um Jungen.

Eigens für den Fall wurde die Ermittlungsgruppe "Tatami" - benannt nach einer asiatischen Reisstrohmatte, die Kampfsportlern als Unterlage dient - ins Leben gerufen.

Fünf Kriminalisten, die mit der Bearbeitung von Sexualstraftaten vertraut sind, arbeiten unter Hochdruck. "Wie viele Fälle es insgesamt sind, können wir noch nicht sagen", so Schmidt.

Auch die Altersgrenzen sind noch nicht geklärt. Doch unterrichtete der Trainer in der Vergangenheit sowohl Kinder als auch Jugendliche, beispielsweise in Trainingslagern in Sebnitz, an einer Oberschule in Radebeul. Auch eine Grundschule war auf der Website seiner Aikido-Schule aufgeführt, die nun gesperrt ist.

Zudem war Max H. als "Erlebnispädagoge" Mitbegründer des Projekts "Brücke", das speziell Jungen auf die Jugendweihe vorbereitet ...

Frühere Kollegen sind geschockt

Sein Umfeld, das ihn als freundlichen, umgänglichen Menschen kennt, zeigt sich geschockt. "Das war eine große Überraschung für mich. Auf einmal war er weg", so ein ehemaliger Kollege zu TAG24.

Dass die Ermittlungen laut Polizei "noch einige Zeit in Anspruch" nehmen werden, lässt den Schluss zu, dass noch mehr Fälle zutage kommen könnten.

Auch an dieser Grundschule in Dresden bot der Kampfsportlehrer auf seiner Website Aikido für Kinder an.
Auch an dieser Grundschule in Dresden bot der Kampfsportlehrer auf seiner Website Aikido für Kinder an.  © Ove Landgraf

Titelfoto: privat

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