So wird das beliebte Kaufhaus Günther nicht mehr aussehen

Das beliebte Kaufhaus zu DDR-Zeiten.
Das beliebte Kaufhaus zu DDR-Zeiten.  © Archiv

Dresden - Es geht los: Dort, wo jahrzehntelang das private Kaufhaus Günther seine Kunden mit mancher Rarität versorgte, haben die Neubau-Arbeiten begonnen.

Ein erster Kran ist aufgestellt, Gruben für weiteres schweres Gerät sind ausgehoben. Baucontainer der Firma Riedel Bau aus Schweinfurt stehen in Reih und Glied.

Das alte Kaufhaus mit seinem markanten Mittelbau von 1930 war Anfang 2016 abgerissen worden. Zuvor hatten am 9. Februar Tausende Dresdner die noch einmal geöffnete Legende gestürmt, um sich Andenken zu sichern oder einfach einen Blick in ein Stück alte Kaufhauskultur zu werfen. Immerhin stand es seit 2007 leer. Gegründet worden war die Familienfirma 1902.

Nun wächst dort das "Zschachwitzer Ei". Die Atlas Bau GmbH aus Weimar will zwölf Millionen Euro investieren. Neben einem Café, so das Versprechen, soll es unter anderem einen Friseurladen sowie zwei Supermärkte geben, ebenso ein Parkdeck. Ideengeber dafür war die Florana KG aus Weimar, die aber pleite ging.

Wann Eröffnung gefeiert werden darf, ist unklar. Eigentlich sollte das "Ei" ja schon dieses Jahr fertig sein. Vor allem Grüne und Linke hatten lange Zeit Bedenken gegen den Bau angemeldet.

Der erste Kran. Hier soll das „Zschachwitzer Ei“ entstehen.
Der erste Kran. Hier soll das „Zschachwitzer Ei“ entstehen.  © Ove Landgraf
Im Mai 2016 hatte der Abrissbagger sein Werk fast vollendet.
Im Mai 2016 hatte der Abrissbagger sein Werk fast vollendet.  © Thomas Türpe

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