Dresden kauft seinen Schülern Taschenrechner

Die Taschenrechner müssen Eltern künftig nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen.
Die Taschenrechner müssen Eltern künftig nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen.

Von Franzine Müller

Dresden - Das wird Eltern und Schulen freuen: Ab dem Schuljahr 2015/16 müssen Taschenrechner nicht mehr aus eigener Tasche bezahlt werden.

Zur Beschaffung dieser Rechner stellt die Stadtverwaltung den Dresdner Schulen 230.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt Dresden geht sogar über die Vorgaben des Urteils hinaus.

So stellt der Stadt freiwillig einfache Taschenrechner schon ab der fünften Klasse zur Verfügung.

Eigentlich müssten die Rechner erst ab Klassenstufe acht bezahlt werden. Dies geht aus einem Urteil des sächsischen Oberverwaltungsgerichts von Ende 2014 hervor, bei dem die Rückerstattung der Kosten eines grafikfähigen Taschenrechners gefordert wurde.

Bis zu diesem Zeitpunkt fielen die Taschenrechner – im Gegensatz zu Schulbüchern und Arbeitsheften – nicht unter die Lernmittelfreiheit.

Der Beschluss zur kostenlosen Bereitstellung der Geräte ist vor allem dadurch begründet, dass diese sowohl im Unterricht und Klausuren, als auch zur Abiturprüfung verlangt werden.

Der einzige (kleine) Nachteil dabei: Die Geräte sind nur geliehen und müssen nach Schulabschluss an die Schule zurückgegeben werden.

Außerdem besteht kein Anspruch auf nachträgliche Erstattung des Preises, wer also bereits einen Taschenrechner besitzt ist von dem Beschluss ausgeschlossen.

Foto. imago


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