48 Taten in sechs Wochen: Der Schwestern-Schreck vom Krankenhaus

Dresden - Täglich eine Straftat. Unter diesem Motto scheint Kay H. (36) in Dresden am liebsten unterwegs gewesen zu sein. So listet die Anklage 48 Taten innerhalb von sechs Wochen auf.

Schwestern-Schreck Kay H. (36) muss mal wieder vor den Richter.
Schwestern-Schreck Kay H. (36) muss mal wieder vor den Richter.  © Thomas Türpe

Unter anderem führte sich der Wüterich als "Schrecken" der Krankenschwestern im Friedrichstädter und im Uni-Klinikum auf. Jetzt ist Prozess am Landgericht.

Demnach nahm er eine Schwester in den Schwitzkasten, bewarf eine andere mit einer Tasse, verprügelte das Sicherheitspersonal. Er klaute auf Station teure Blutdruckmessgeräte, ignorierte Hausverbote und randalierte.

Neben Bedrohung, Körperverletzung und Sachbeschädigung wirft ihm die Anklage auch diverse Diebstähle vor. Außerdem soll er versucht haben, ein Auto zu rauben, und fuhr oft Taxi, ohne zu zahlen. Immerhin: Die Droschkenkutscher griff er nicht an.

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Wohl aber Rettungssanitäter, die er zu sich nach Hause rief. Als sie dem Diabetiker helfen wollten, rastete er aus. Auch vor der Justiz machte er nicht halt. So drohte Kay laut Anklage einer Richterin Prügel an, wenn sie ihm nicht schleunigst die Tür öffnet.

Kay H. saß bis Ende Dezember auf der Anklagebank wegen mutmaßlicher Vergewaltigung. Zwar wurde er aus Mangel an Beweisen freigesprochen - begann aber an dem Tag mit den neuen Straftaten. Seit Ende Januar sitzt er wieder hinter Gittern. Urteil folgt.

Der Angeklagte wütete unter anderem im Krankenhaus Friedrichstadt.
Der Angeklagte wütete unter anderem im Krankenhaus Friedrichstadt.  © Steffen Füssel

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