Weil ein Mitarbeiter der Bahn krank ist: Brücken-Einweihung verschoben

Dresden - Eigentlich sollte die neue Nesselgrundbrücke in Klotzsche am Wochenende in Betrieb gehen. Doch daraus wurde nichts - ein verantwortlicher Bahn-Mitarbeiter ist krank. Das hat weitreichende Konsequenzen für Fahrgäste.

Länderbahn-Chef Andreas Trillmich (53) ärgert sich über die Deutsche Bahn.
Länderbahn-Chef Andreas Trillmich (53) ärgert sich über die Deutsche Bahn.  © dpa/Hendrik Schmidt

Betroffen sind nämlich gleich drei Bahnunternehmen: neben der Deutschen Bahn auch die Städtebahn Sachsen und Trilex. Die Züge in/aus Richtung Görlitz, Zittau und Kamenz fahren nun vorerst weiterhin zu veränderten Zeiten - wie bereits seit 5. März.

Die Regionalbahn RB 33 aus Königsbrück endet weiter in Klotzsche. Zudem wird die S-Bahn S2 zwischen Dresden-Neustadt und Flughafen durch Busse ersetzt! Diese fahren über die Hansastraße zum Airport. Wie lange das so weitergeht - unklar. "Der neue Termin für die Inbetriebnahme wird rechtzeitig bekannt gegeben", teilte die Bahn mit.

Länderbahn-Chef Andreas Trillmich (53) ist stinksauer! Die Deutsche Bahn habe ihn erst Freitagabend informiert, dass sich die Freigabe verschiebt, weil der LST-Leiter (Leit- und Sicherungstechnik) krank ist. "Viel zu spät, um noch reagieren zu können." Alles müsse nun umgeplant werden. Er werde jetzt mit aller gebotenen Schärfe gegen das Baustellenmanagement vorgehen.

Der Neubau ersetzt das Vorgängerbauwerk von 1848. Kosten: sechs Millionen Euro. Info: vvo-online.de

Die Inbetriebnahme der Nesselgrundbrücke musste verschoben werden - weil der verantwortliche Mitarbeiter krank ist.
Die Inbetriebnahme der Nesselgrundbrücke musste verschoben werden - weil der verantwortliche Mitarbeiter krank ist.  © Thomas Türpe
Fahrgäste müssen zwischen Airport und Bahnhof Neustadt weiter auf den Bus umsteigen.
Fahrgäste müssen zwischen Airport und Bahnhof Neustadt weiter auf den Bus umsteigen.  © Thomas Türpe

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt, Thomas Türpe


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