Kettensägen-Massaker im Waldpark: Mehr als 300 Bäume müssen fallen

Dresden - Das Jahr 2020 startet im Waldpark Blasewitz mit einem Großeinsatz. Mehr als 300 abgestorbene Bäume müssen der Kettensäge weichen. Hauptgrund dafür ist die Rekord-Trockenheit der vergangenen beiden Jahre.

Mehr als 300 Bäume müssen im Blasewitzer Waldpark gefällt werden. Teile des Parks werden dafür ab Januar gesperrt.
Mehr als 300 Bäume müssen im Blasewitzer Waldpark gefällt werden. Teile des Parks werden dafür ab Januar gesperrt.  © Steffen Füssel

Weil der Stadtwald sonst nicht mehr sicher betreten werden kann, werden 300 Kiefern und einzelne Rotbuchen gefällt. Während der Arbeiten sind die betroffenen Bereiche abgesperrt, ein Betreten ist verboten.

Hauptgründe für die Schäden laut Rathaus: Stürme, Hitze und die Trockenheit der vergangenen Jahre. Da Totholz jedoch wertvoller Lebensraum für verschiedene Tiere ist, bleiben einige Stammstücke gefällter Bäume über mehrere Jahre erhalten.

Insgesamt war 2019 kein gutes Jahr für die etwa 100.000 kommunalen Bäume. Nachdem ein extrem heißes und trockenes 2018 noch einigermaßen gut überstanden wurde, gab der vergangene Hitzesommer vielen Bäumen den Rest.

Besonders Straßenbäume leiden ohnehin unter Tausalzen, Hundekot, Baumaßnahmen und Anfahrschäden. Hinzu kommen nun verstärkt Krankheiten und Hitzeschäden. Knapp 1000 Bäume müssen daher gefällt werden.

So mussten beispielsweise bereits 80 Bäume wegen der auch für den Menschen gefährlichen Rußrindenkrankheit entfernt werden.

Weil sich der Borkenkäfer in frisch gepflanzte Obstbäume am Johannstädter Elbufer eingenistet hatte, wurde auch dort gefällt.

Ein trauriges Bild: Diese Kiefer muss gefällt werden.
Ein trauriges Bild: Diese Kiefer muss gefällt werden.  © Steffen Füssel

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