Strafe halbiert! Neues Urteil im Khaled-Prozess

Hassan S. (28) kassierte am Mittwoch 2 Jahre und drei Monate.
Hassan S. (28) kassierte am Mittwoch 2 Jahre und drei Monate.  © Arno Burgi/dpa

Dresden - Doch kein Totschlag! Im November 2015 verurteilte das Dresdner Landgericht Hassan S. (28) zu fünf Jahren Haft. Er sollte Khaled I. (20) im Januar im Streit um die Wäsche erstochen haben.

In einer zweiten Verhandlung kam das Gericht jetzt zu einem anderen Urteil.

Der Bundesgerichtshof hatte es entschieden: Die Dresdner Richter haben die Notwehrversion des Angeklagten nicht genug beachtet. Also musste nochmal verhandelt werden.

Tatsächlich spielte beim zweiten Prozess die Notwehrsituation eine größere Rolle.

Die Richter waren überzeugt, Khaled nahm den Mitbewohner in den Schwitzkasten und schlug auf ihn ein, bis Hassan S. sich durch die Messerstiche befreien konnte.

Deshalb verurteilte ihn das Landgericht nicht mehr wegen Totschlags, sondern gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und drei Monaten Haft.

Die Staatsanwaltschaft, die wieder fünf Jahre wegen Totschlags forderte, kündigte Revision an.

Titelfoto: Arno Burgi/dpa


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