Was suchen diese Männer im 2 Grad kalten Wasser ?

Im Winter freuen sich die Taucher über gute Sichtweiten im sonst so trüben Baggersee.
Im Winter freuen sich die Taucher über gute Sichtweiten im sonst so trüben Baggersee.

Dresden - Was für ein eiskalter Spaß! Sechs Sportler vom Tauchtreff Dresden amüsierten sich Samstag beim Eistauchen in der Kiesgrube Leuben.

"Das Tauchen unter Eis ist sehr reizvoll, denn im Winter haben wir klares Wasser und super Sichtweiten. Wenn die Luftblasen im Wasser aufsteigen und sich unterm Eis sammeln, sieht das ganz entzückend aus", schwärmt Tauchtreff-Chef Peter Panitz (57). Er hatte den Ausflug geplant und vorbereitet.

Bevor sich die abgehärteten Aktiven gestern in die zwei bis vier Grad kalten Fluten stürzten, hatten sie bereits am Freitag vier Stunden Theorie bei Panitz gepaukt.

Er sagt: "Unter Eis wird entlang eines Seiles getaucht. Ein Signalmann steht draußen und achtet darauf, dass der Taucher nicht zu lange unter Wasser bleibt.

Das ist überlebenswichtig, denn die Tauchcomputer arbeiten direkt unter dem Eis unzuverlässig."

André Utta (45) ist aufgetaucht und strahlt. Sein Tauchgang in Leuben war gestern ein eiskaltes Vergnügen.
André Utta (45) ist aufgetaucht und strahlt. Sein Tauchgang in Leuben war gestern ein eiskaltes Vergnügen.
Boris Bösler (47) zieht Peter Panitz (57) aus dem Eis. Jeden Eistauchgang betreuen ein Rettungstaucher und ein Signalmann am Seil.
Boris Bösler (47) zieht Peter Panitz (57) aus dem Eis. Jeden Eistauchgang betreuen ein Rettungstaucher und ein Signalmann am Seil.

Fotos: Eric Münch, Tauchtreff/Boris Bösler