Dresdens Kinder dick wie nie: Doch das soll sich jetzt ändern!

Dresden - Dresdens Kinder starten fit und gesund in Kita und Schule: Wenige Jahre später sind manche - übertrieben gesagt - dick und bewegungsfaul. Das soll sich mit neuen Konzepten ändern.

Julia (6, oben) und Ronja (8) "bouldern".
Julia (6, oben) und Ronja (8) "bouldern".  © Petra Hornig

Die Fakten: Der überwiegende Teil der Dresdner Kinder ist gesund. Allerdings steigt die Zahl dicker und unbeweglicher Kinder, je älter der Nachwuchs wird. Jedes zehnte Kita-Kind zeigt Probleme bei Grob- oder Feinmotorik. Die Zahlen sind stabil bis leicht rückgängig.

Bei den Schulanfängern steigen die Zahlen dann auf 20 (Feinmotorik) beziehungsweise knapp 30 Prozent an. Schlimm: Jedes zehnte Kind muss deshalb in Behandlung. Die größten Auffälligkeiten hat der Nachwuchs in Gorbitz und Prohlis, in Coschütz-Gittersee und der Seevorstadt.

Ebenfalls bedenklich: Lediglich jedes 20. Kind ist zur Schuleinführung übergewichtig. In der sechsten Klasse ist es dann jedes siebte Kind. "Es gibt Bewegungsangebote, doch die werden zu wenig genutzt oder sprechen, wie Fußball, vor allem Jungen an", so der Sportexperte der Grünen im Rat, Torsten Schulze (49).

Gemeinsam mit Kletter-Sportlern hat er jetzt ein Konzept entwickelt, um Kita-Kinder vom Bouldern (Klettern in geringer Höhe ohne Sicherung) zu überzeugen.

Finanziert werden könnte dies über Extra-Gelder für Kitas an Problemstandorten und über andere Fördertöpfe. "Die Stadt hat Unterstützung bei der Umsetzung zugesagt", so Schulze.

Haben das Boulder-Konzept zusammen erarbeitet: Trainerin Juliane Scharnweber (36), Stadtrat Torsten Schulze (49, Grüne) und Klettertherapeut Frank Schumann (54).
Haben das Boulder-Konzept zusammen erarbeitet: Trainerin Juliane Scharnweber (36), Stadtrat Torsten Schulze (49, Grüne) und Klettertherapeut Frank Schumann (54).  © Petra Hornig

Titelfoto: Petra Hornig, 123rf.com/belchonock

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