Kita-Boom vorbei: Stadt schafft trotzdem über 800 Plätze

Schulbürgermeister Hartmut Vorjohann (53, CDU)
Schulbürgermeister Hartmut Vorjohann (53, CDU)  © Ove Landgraf

Dresden - Kitas in Containern, lange Wartezeiten auf einen Krippenplatz und große Kita-Gruppen: Die letzten Jahre waren für Dresdner Eltern und ihre Kinder eine Herausforderung. Doch der rasante Bevölkerungsanstieg scheint gebremst.

„Die wilden Jahre sind zunächst vorbei“, prophezeite am Donnerstag Schulbürgermeister Hartmut Vorjohann (53, CDU). Das sorgt für etwas Entspannung beim fortgeschriebenen Kita-Fachplan.

In den vergangenen acht Jahren musste Dresden 11.600 Kita- und Krippenplätze schaffen, um den Rechtsanspruch der Eltern abzusichern. Jetzt steigt der Bedarf nur noch moderat, liegt bei 32.854 Kitaplätzen. In den kommenden drei Jahren sollen zusätzliche 863 Kitaplätze kommen.

Sabine Bibas (52), Chefin des Amtes für Kindertagesbetreuung, kennt die Gründe für die überschaubare Nachfrage: „Viele Eltern ziehen ins Umland, das sorgt bei den Kitaplätzen für eine gewisse Entspannung.“

Rund 38,4 Millionen Euro für Sanierungen und Ersatzneubauten sollen in den nächsten beiden Haushaltsjahren ausgegeben werden, gefördert vom Freistaat.

Weil der Betreuungsschlüssel angepasst wurde, stellt Bibas in diesem Jahr 70 zusätzliche Erzieher ein. Passendes Personal zu finden wird schwieriger:

„Früher hatten wir drei Bewerber pro Stelle, jetzt rechnerisch nur noch rund 1,5 pro Stelle.“ Der fortgeschriebene Kita-Fachplan muss noch vom Stadtrat abgesegnet werden.





Sabine Bibas (52), Chefin des Amtes für Kindertagesbetreuung
Sabine Bibas (52), Chefin des Amtes für Kindertagesbetreuung  © Ove Landgraf