Kletterpapst bekommt eigene Ausstellung

Bernd Arnold mit 60 - der 
Kletterer ist dafür bekannt, das er oft barfuß die Gipfel erklimmt.
Bernd Arnold mit 60 - der Kletterer ist dafür bekannt, das er oft barfuß die Gipfel erklimmt.  © Thomas Türpe

Dresden - "Man muss nicht verbittert sein, wenn man auf manches nicht mehr hochkommt" - eine Lebensweisheit von Kletterpapst Bernd Arnold.

Zu seinem 70. Geburtstag gratuliert die Festung Königstein mit einer Fotoausstellung (5. August bis 3. Oktober).

Arnold gilt als einer der besten Kletterer seiner Zeit. Sein liebstes Terrain: das Elbsandsteingebirge.

Sein erstes Kletterfoto zeigt ihn mit 12 Jahren am Panoramafels mit einer Wäscheleine um den Bauch: "Die Wäscheleine ist von meiner Mutter. Das Bild hat ein Schulfreund von mir gemacht."

Die Eltern wussten nichts davon. "Ich hatte die "Ausrüstung" nicht zu Hause, sondern bei unserem Doktor in der Gartenlaube versteckt", erinnert sich Arnold.

Mit 14 Jahren beginnt er, ernsthaft zu trainieren. Es folgen Gipfel in der Hohen Tatra, im Kaukasus, Patagonien ... und immer wieder im Elbsandsteingebirge.

Auch ein Barfußkletterer muss mal pausieren oder Schuhe tragen...
Auch ein Barfußkletterer muss mal pausieren oder Schuhe tragen...  © Helmut Schulze

"Die Landschaft ist so vielseitig, dass es auch auf engem Raum nie langweilig wird. Mir gefällt der Sandstein, seine Felsformen, die Reibung daran. Und die Freunde, mit denen man unterwegs ist. Im Elbsandsteingebirge kann man alt werden ..."

Heute geht Arnold mit seinen Enkeln in der Sächsischen Schweiz klettern. "Das ist eben der Bogen, den man beim Altwerden erfährt, und da kann man auch mit Freude alt werden."

Titelfoto: Thomas Türpe


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