Klosterladen verkauft jetzt Gin: Wer kam auf diese Schnaps-Idee?

Dresden - Trinken im Namen Gottes: In der St.-Benno-Buchhandlung in Dresden gibt's jetzt etwas recht Untypisches zu kaufen. Seit kurzem steht neben verschiedensten Büchern auch ein ganz besonderer Gin im Regal.

Pater Justinus C. Pech (46) hatte die Idee für den selbstgemachten Gin.
Pater Justinus C. Pech (46) hatte die Idee für den selbstgemachten Gin.  © privat

"Wir sind gespannt, wie unsere Kunden das annehmen", sagt Annegret Morgenstern (32). Aber was hat Gin mit christlichen Büchern zu tun? Das kann Pater Justinus C. Pech (46) erklären.

"Am Anfang stand die Idee, dass wir für unseren Klosterladen ein neues, attraktives Produkt brauchen. Dabei habe ich lange überlegt, was das sein könnte." Er lebt mit 13 Mitbrüdern im Zisterzienserkloster Stiepel in Bochum. Und er trinkt selbst gern Gin.

"Da lag die Idee nah. So soll unser Kloster ein bisschen bekannter werden." Der Gin wird zwar nicht direkt im Kloster gebrannt, dafür habe man keine Lizenz. "Aber ganz in der Nähe haben wir die Möglichkeit dazu", so Pater Pech. Das Besondere am "Monastic Dry Gin" sei, dass er sich auf die Kernbestandteile eines Dry Gins konzentriert.

"Er hat eine klassische Wacholdernote. Der Wacholder wird in der Toskana in Italien angebaut. Der Basilikum und die Zitronenmelisse entstammen dem Kräutergarten unseres Klosters und werden dort von mir angebaut", sagt Pater Pech.

Die Etiketten werden per Hand aufgeklebt. 39,50 Euro kostet eine Flasche. Aktuell denkt Pater Pech auch noch über ein eigenes Tonic nach. Gin-Tonic ist schließlich auch himmlisch lecker...

Der Gin wird mit Kräutern aus dem eigenen Klostergarten angesetzt.
Der Gin wird mit Kräutern aus dem eigenen Klostergarten angesetzt.  © privat
Annegret Morgenstern (32) verkauft den Gin jetzt in der St. Benno-Buchhandlung.
Annegret Morgenstern (32) verkauft den Gin jetzt in der St. Benno-Buchhandlung.  © Thomas Türpe

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