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So lebt es sich in Dresdens sicherster Unterkunft

Dresden - Hier treffen sich Drogenabhängige, hilflose Alkoholiker, randalierende Fußballfans oder mit Haftbefehl Gesuchte, die geschnappt wurden. Gratis gibt es die Nacht im Polizeigewahrsam aber nicht ...
Luxus? Fehlanzeige! Nachdem Ankömmlinge ihr Hab und Gut abgegeben haben, warte Tristesse.
Luxus? Fehlanzeige! Nachdem Ankömmlinge ihr Hab und Gut abgegeben haben, warte Tristesse.

Von Anneke Müller

Dresden - Hier treffen sich Drogenabhängige, hilflose Alkoholiker, randalierende Fußballfans oder mit Haftbefehl Gesuchte, die geschnappt wurden.

Im Kurzzeit-Knast der Polizeidirektion Dresden an der Schießgasse 7 sitzt fast immer jemand. Gratis gibt es die Nacht im Polizeigewahrsam aber nicht ...

Über drei Stockwerke zieht sich der Knast, der sich - von schweren Mauern umschlossen - im Mittelbau der Polizeidirektion befindet. Meist sind es "Tagesgäste", die hier einfahren. Mindestens sechs Stunden und selten über 24 Stunden bleiben die Insassen.

Wenn sie in der Effektenkammer ihr Hab und Gut, samt Schmuck und Gürtel, gegen eine Einwegdecke getauscht haben, geht es in die Zelle. Dort ist die Realität hart: Die Pritsche hat keine Matratze, das Klo wird von außen gespült.

Der Ausblick durch das mattierte Panzerglas ist trüb. Einziger Luxus: Die Fußbodenheizung.

Der Zellengang ist bewusst gelb. Die Knast-Atmosphäre soll durch die Farbe entspannt werden.
Der Zellengang ist bewusst gelb. Die Knast-Atmosphäre soll durch die Farbe entspannt werden.

"Durchschnittlich sind in einer zwölf-Stunden-Schicht sechs bis acht Delinquenten hier", erzählt Polizeihauptkommissar Lutz Wodarsch (57), Leiter des Polizeigewahrsams.

Die müssen tatsächlich bei Wasser und Brot ausharren.

Morgens, mittags und abends werden im Großhandel gekaufte Sandwiches angeboten, dazu gibt es Wasser oder im Winter Tee aus dem Pappbecher.

Billig ist die Übernachtung mit Vollpension nicht: Die Anfahrt kostet bereits 40 Euro pro angefangene halbe Stunde im Streifenwagen, 35 Euro pro angefangene 24-Stunden das Zellenbett - ohne Verpflegung.

Für ein Sandwich wird 1,59 Euro fällig.

Sandwiches aus dem Automaten oder eine Suppe - die Insassen erwartet keine Gourmetküche.
Sandwiches aus dem Automaten oder eine Suppe - die Insassen erwartet keine Gourmetküche.

Die Zeiten, da Erasco-Süppchen serviert werden, sind fast vorüber, weil die hygienischen Voraussetzungen für die warme Küche nicht gewährleistet werden können.

"Wer über 24 Stunden hier ist, kann aber trotzdem eine Suppe bekommen", sagt Lutz Wodarsch.

2200 "Gäste" beherbergte der Schnellknast 2015 (2012 waren es nur 1600 gewesen).

Das fünfköpfige Team, das zu dritt die zwölf-Stunden-Schichten stemmt, hat neuerdings zwei Wachpolizisten zur Unterstützung bekommen.

Insgesamt gibt es auf den drei Stockwerken 24 Einzelzellen und vier Sammelzellen (für 15 Personen).

Früher war die Schießgasse ein richtiger Knast

Bis 2000 wurden in der Schießgasse auch längerfristig Gefangene untergebracht.
Bis 2000 wurden in der Schießgasse auch längerfristig Gefangene untergebracht.

Bis zum Jahr 2000 beherbergte das Polizeigebäude an der Schießgasse noch ein "richtiges" Gefängnis.

Als die Häftlinge im Jahr 2000 in die neue Justizvollzugsanstalt zum Hammerweg umzogen, war das damals 188-Betten-"Hotel" mit 281 "Gästen" überbelegt.

Nach dem Auszug der Häftlinge wurde der Gefängnisflügel abgerissen. Das heutige Kurzzeit-Gefängnis zog 2004 in die jetzigen Räume ein.

Die Gefängnis-Geschichte im Polizeigebäude an der Schießgasse ist so alt wie das bis 1900 erbaute Gebäude (Architekt: Julius Temper) selbst.

Damals entsprach das Hafthaus mit den 150 Einzelzellen modernsten Erkenntnissen im Gefängnisbau.

Er ist der Chef der Zellen

Hauptkommissar Lutz Wodarsch (57) hat seit 2013 das Sagen im "Kurzzeitknast".
Hauptkommissar Lutz Wodarsch (57) hat seit 2013 das Sagen im "Kurzzeitknast".

"Hoteldirektor" des Gewahrsams an der Schießgasse ist seit Januar 2013 Hauptkommissar Lutz Wodarsch (57).

Als "neue Herausforderung" bewertete er seinen Job von Anfang an. Seither hat der Kommissar, der früher im Objekt- und Personenschutz gearbeitet hat, einiges verändert.

Außer dem praktischen Sandwich-Management gibt es bald Matratzen für alle. Und die schwere Wolldecke wurde gegen eine Einwegdecke eingewechselt. Lutz Wodarsch möchte es für alle Beteiligten in seinem "Knast" so erträglich wie möglich machen.

Denn kalt lassen ihn die Schicksale seiner Häftlinge nicht!

Nie hat er den ersten Kontakt mit einem Crystal-Abhängigen vergessen: "Es hat mich berührt, wie ein Mensch sich so verändern kann." Dass das tägliche Elend ihn nicht deprimiert, hat einen Grund:

"Ich bin gern Polizist und kann mich immer noch motivieren."

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