Wieso hängen jetzt an der Königsbrücker Straße überall weiße Kreuze?

Dresden - Weiße Holzkreuze als Zeichen des Protests: An einigen Bäumen in der Königsbrücker Straße, zwischen Schauburg hoch Richtung Stauffenbergallee, hängen seit heute weiße Kreuze. Denn: Sie sollen den Ausbauplänen des Stadtrats für die Strecke weichen.

An den Bäumen an der Königsbrücker hängen die weißen Kreuze.
An den Bäumen an der Königsbrücker hängen die weißen Kreuze.  © Ove Landgraf

"Die Kreuze sollen anmahnen, dass wir weiterhin dafür kämpfen, dass die bisherigen Pläne so nicht umgesetzt werden", sagt Jürgen Thauer, Initiator der Bürgerinitiative "Die Königsbrücker muss leben".

"Zumal, und das wurde bisher von Seiten der Planer nicht berücksichtigt, an 27 Bäumen Nisthöhlen von Vögeln und Bienennester zu finden sind. Darauf muss Rücksicht genommen werden.

Das habe ich so auch der Landesdirektion gemeldet." 5.000 Unterschriften gegen die aktuellen Ausbaupläne hat die BI bereits an eben jene übergeben.

Der Stadtrat hatte bereits im Sommer 2016 entschieden: Zwischen Albertplatz und Katharinenstraße gibt’s je Fahrtrichtung eine Spur für Autos und Straßenbahnen. Genauso zwischen Bischofsweg und Stauffenbergallee. Auf den übrigen Teilen der Straße teilen sie sich die Fahrbahn.

"Überdimensioniert", findet Martin Schulte-Wissermann (48, Piraten), BI-Sprecher, die Pläne.

Die Kreuze sind Zeichen des Protests.
Die Kreuze sind Zeichen des Protests.  © Ove Landgraf

"Die aktuellen Planungen sind unter dem Diktat der Geschwindigkeitsmaximierung für den Durchgangsverkehr entstanden.

Die Hoffnung, dass an der Entscheidung doch noch einmal zu rütteln ist, haben wir noch." Die BI will die Königsbrücker lieber im Bestand sanieren.

Zu den 5.000 Unterschriften gegen die Ausbaupläne kommen noch rund 3.000 Eingaben von Bürgern, die die Pläne verändern oder nachgebessert haben wollen.

Jede einzelne muss die Landesdirektion nun prüfen, dazu Stellung nehmen. Danach kann jeder der Einreicher bei einem Erörterungstermin die Antwort auf seine Eingabe diskutieren. Eventuell muss die Stadt dann nachbessern. Sowas dauert…

An sich könnte alles aber nochmal über den Haufen geworfen werden, denn Ende Mai wählt Dresden einen neuen Stadtrat. Bisher wurden bereits drei Millionen Euro die Planungen zum Umbau der Königsbrücker ausgegeben. Falls die jetzigen Umbaupläne von der Landesdirektion abgesegnet werden, überlegt die Bürgerinitiative übrigens dagegen zu klagen.

"Überdimensioniert", findet Martin Schulte-Wissermann (48, Piraten), BI-Sprecher, die Pläne für den Ausbau der Strecke auf der Königsbrücker Straße.
"Überdimensioniert", findet Martin Schulte-Wissermann (48, Piraten), BI-Sprecher, die Pläne für den Ausbau der Strecke auf der Königsbrücker Straße.  © Eric Münch

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