Kranke Kliniken: Stadträte stellen OB Hilbert Ultimatum

Dresden - Wie krank sind Dresdens städtische Krankenhäuser wirklich?

Einst Marcolini-Palais, heute Krankenhaus Friedrichstadt. Auch das historische Erbe belastet das Budget der städtischen Kliniken.
Einst Marcolini-Palais, heute Krankenhaus Friedrichstadt. Auch das historische Erbe belastet das Budget der städtischen Kliniken.  © Holm Helis

Mit einem gemeinsamen Antrag nehmen nun die Rathaus-Fraktionen von Linken, SPD und Grünen OB Dirk Hilbert (FDP) in die Zange. Darin stellen die Stadträte einen Investitionsstau in Höhe von bislang 93 Millionen Euro fest - und dem OB ein Ultimatum.

Auch das historische Erbe des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt belastet die Kassen. Das städtische Klinikum im ehemaligen Marcolini-Palais haben großen Erhaltungs- und Modernisierungsbedarf. Dringend notwendig ist auch der Ausbau der Digitalisierung.

Um effizienter zu werden, wurden die Krankenhäuser in Friedrichstadt und in der Neustadt Anfang 2017 zum Städtischen Klinikum zusammengeschlossen. Doch sowohl in diesem Jahr als auch im ersten Quartal 2018 schrieb die Einrichtung rote Zahlen. Stadträtin Ulrike Hinz (Grüne): "Die Krankenhäuser haben nachhaltige Hilfe nötig, dafür müssen im Haushalt ausreichend Mittel eingestellt werden."

Die Stadträte verlangen nun von OB Hilbert bis Ende August ein schlüssiges Invest-Konzept.

Unter Druck: OB Dirk Hilbert (FDP).
Unter Druck: OB Dirk Hilbert (FDP).  © Petra Hornig

Titelfoto: Holm Helis, Petra Hornig


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